Archiv für Mai 2012

Ein Rheinländer als chinesischer Astronom mit Geheimakte

Wer sich über Argelander hinaus mit der Astronomiegeschichte der Bonner Region beschäftigt, wird feststellen, dass sie 400 Jahre weit zurückreicht, bis zu einem Mann namens Johann Adam Schall von Bell. Er stammte aus einem Adelsgeschlecht in Lüftelberg (eine Straße ist hier nach ihm benannt), was heute zu Meckenheim gehört. Trotz seiner familiären Herkunft wollte er sich weltlichen Dingen widmen, wurde schließlich Jesuit und ging als Missionar nach China, wo er als Astronom zum Leiter der kaiserlichen Sternwarte in Peking aufstieg.

Durch Zufall ist mir letzte Woche in einer Bonner Mensa ein Flyer zu der Ausstellung „Europa trifft China trifft Europa“ in die Hände gefallen. Hier geht es um das Wirken der europäischen Missionare in China vor rund 400 Jahren und den daraus entstandenen Kultur- und Wissensaustausch – und mittendrin der Astronom Schall von Bell aus Meckenheim. Neben dieser Ausstellung der Bundeskunsthalle zum Chinesischen Kulturjahr in Deutschland stehen noch zahlreiche weitere Veranstaltungen in Bonn auf dem Programm. „Die Veranstaltungsreihe umfasst eine große Zahl an Vorträgen, Ausstellungen, Symposien, Konferenzen und Foren und ist ein besonderes Aushängeschild für Bonn als internationalem Standort für hochwertige Bildung, Kultur und Wissenschaft“, heißt es von Schirmherr und Oberbürgermeister Nimptsch.

Vorbei an der Fassade der Bundeskunsthalle mit der großen Ausstellung zum 40. Todestag von Romy Schneider ging es zu einem Nebengebäude auf der Südseite. Die nicht mehr vollständige Bambuskonstruktion – ursprünglich war es ein Ikosaeder (Zwanzigflächner) – wies mir den Weg. Auf Facebook war dazu zu lesen: „Dieser Körper der Euklidischen Geometrie, gefertigt aus dem chinesischsten aller Baustoffe, symbolisiert den Wissenschaftstransfer von West nach Ost.“

IMG_0556Aus Bambusholz und großen Leinwänden ist eine kleine aber feine Ausstellung zu den im 17. Jahrhundert nach China gereisten Jesuiten Ricci, Trigault, Schreck und Schall von Bell entstanden.

Bei meinem Besuch gestern Mittag (29. Mai) wurde gerade eine Schulklasse durch den kleinen Ausstellungsraum geführt. Es ging um die Alte Sternwarte in Peking, den ersten bekannten Todesfall durch Tabakkonsum (von Schreck entdeckt), sowie den europäischen Einfluss in der chinesischen Kunst, und vor der Schautafel zu Schall von Bell wurde aufmerksam der Geschichte des vor 420 Jahren geborenen Jesuitenmissionars aus Lüftelberg zugehört.

Schall von Bell wurde 1592 geboren und besuchte das Kölner Dreikönigsgymnasium, bevor er 1611 dem Jesuitenorden beitrat und 1617 die Priesterweihe erhielt. Zusammen mit einer Gruppe Jesuiten machte er sich im April 1618 von Portugal aus auf den langen Weg in den fernen Osten. Die 22 Missionare, darunter Nicolas Trigault und Johann Schreck, erreichten nach einer 15-monatigen Seereise endlich China. Mit diesem Schiff gelangten außerdem Galileis Entdeckungen und das kurz zuvor erfundene Fernrohr in das ferne Kaiserreich.

Um mit ihren Zahlen wieder erfolgreich Finsternisse berechnen zu können, beauftragten die chinesischen Astronomen Johann Schreck mit einer überfälligen Kalenderreform. Er hoffte auf Hilfe von Galilei und schrieb: „Von Galileo wünsche ich sehr, wie ich auch zu anderer Zeit geschrieben habe, die Berechnung der Finsternisse […] aus seinen neuen Beobachtungen; denn sie sind uns dringend nötig zur Verbesserung des Kalenders.“ Eine weitere Bitte fiel 1627 – vier Jahre nach dem Abschicken – Kepler in die Hände: „Die Chinesen möchten ihren Kalender verbessern, in dem die Vorhersage der Finsternisse […] die Hauptrolle spielt.“ Seine Rudolfinischen Tafeln erreichten allerdings erst 1646 das ferne China. Aber auch ohne Hilfe aus Europa konnte er die Sonnenfinsternis im Juni 1629 auf die Minute vorausberechnen.

Die geplante Kalenderreform sollte endlich beginnen. Nach Schrecks Tod 1630 wurde Schall von Bell nach Peking ins Kalenderamt berufen und sollte schließlich die notwendige Arbeit durchführen.

Der rheinländische Jesuitenpater, der sich jetzt Tang Jo-Wang oder Tang Ruowang nannte, erlangte durch den Wechsel von der Ming- zur Mandschu-Dynastie das Vertrauen gleich zweier Kaiser. So wurde der „Lüftelberger in Peking“ nach der richtig vorhergesagten Sonnenfinsternis von September 1644 als erster Europäer Direktor des Astronomischen Amtes, damit Leiter der Alten Sternwarte, und stieg sogar als Mandarin 1. Klasse zum Staatsbeamten höchsten Ranges auf – symbolisiert durch den Kranich auf seinem Mandaringewand. Selbst Jahrhunderte später wurde Schall von Bell noch als „einer der kräftigsten Minister, die China je gehabt“ gewürdigt.

Der geistliche Astronom, der vom jungen Kaiser Shunzhi „Großvater“ genannt wurde, erhielt zudem im April 1653 den für ihn geschaffenen Ehrentitel „Die Geheimnisse des Himmels ergründender Lehrer“. Die Urkunde zeigt einen Text mit Drachenumrandung: „Der Himmel hat uns einen weisen Mann geschenkt, der die Zeiten messen, die Fehler von Jahrtausenden verbessern und einen vortrefflichen Kalender für unsere Dynastie abfassen konnte.“

Unbekannt war mir bisher die Geschichte um einen Prozess gegen ihn. Denn mit einem politischen Eklat wendete sich schließlich das Blatt gegen den hoch angesehenen Gelehrten vom Rhein. 1664 wurde er für schuldig am frühen Tod von Kaiser Shunzhi gehalten. Wegen Hochverrats wurde der 72-jährige Schall von Bell eingekerkert, das anschließende Urteil sollte mit der grausamsten Todesstrafe vollstreckt werden: Zerstückelung bei lebendigem Leib. Nach einer Kometensichtung, einem Erdbeben und einem Großbrand im Palast – alles im April 1665 – war man plötzlich von seiner Unschuld überzeugt und es kam doch noch zum Freispruch des alten Mannes. Im Jahr darauf starb er als vielleicht bedeutendster Jesuitenmissionar in China „aus dem Lande Germanien am westlichen Ozean“, wie es auf seinem Grabstein heißt.

In einem in der Ausstellung gezeigten Film ist sogar der Umschlag mit der Geheimakte zum Prozess zu sehen.

Übrigens verfasste der Astronom 1626 auf chinesisch die Schrift „Über das Fernrohr“, im Original „Yuan-Jing-Shuo“. Darin beschrieb er das Teleskop, die Projektionsmethode mit Seidenpapier zur genaueren Beobachtung von Sonnenfinsternissen und das damals noch gültige Weltbild von Tycho Brahe. Es wurde sogar vermutet, ob eine darin dargestellte Zeichnung die erste Beobachtung des Krebsnebels M 1 zeigen könnte, nach abschließender Beurteilung konnte dies allerdings nicht bestätigt werden.

Schall von Bells Nachfolger am Kaiserhof wurde der aus Belgien stammende Pater Ferdinand Verbiest. Er ist vor allem durch die um 1670 durchgeführte Neuausstattung der in der Ming-Dynastie aufgebauten kaiserlichen Sternwarte in Peking bekannt. Zum Vorbild nahm er sich dabei Tycho Brahes Observatorium bzw. seine Instrumente. Der hier links dargestellte Sextant hat im Original einen Radius von 2,4 Metern.

Neben den großen Leinwänden und einzelnen Büchern wurden auch zwei Repliken im Maßstab 1:14 gezeigt. Hier ist z.b. nicht nur die Halterung mit zwei chinesischen Drachen verziert, auch der Quadrant ist mit einem dekoriert. Das im Original aus Messing gefertige Instrument hat einen Radius von 1,8 Metern und wurde ebenfalls 1673 von Verbiest für die Sternwarte (hinten links) gebaut.

Es war sogar ein Nachbau in Originalgröße geplant, mit dem draußen tatsächlich Beobachtungen durchgeführt werden sollten, bei Kosten von einigen 10.000 Euro konnte dies aber nicht umgesetzt werden.

Mit den Missionaren kam auch die westliche Mathematik nach China. Hier gründete Matteo Ricci 1583 die erste Jesuitenmission. Nach anderthalb Jahren Ausarbeitung erschien 1607 die von ihm zusammen mit einem chinesischen Gelehrten durchgeführte Übersetzung der ersten sechs Bücher von Euklids Elemente. So erklärt sich auch die geometrische Bambuskonstruktion vor dem Gebäude.

Aber nicht nur die von den Jesuiten in China gelehrte Astronomie und Mathematik wurde dargestellt, ebenso wurden hier Medizin, Kartografie, Technik, Botanik oder der aus Europa mitgebrachte künstlerische Einfluss am Hof des chinesischen Kaisers thematisiert.

31.05.2012

Advertisements

Dein Name im Galaxienlicht

Web sei Dank kann man heute seinen Namen durch’s ganze Sonnensystem schicken, und zwar an Board von Sonden, die Kometen, Planeten sowie Asteroiden und Zwergplaneten erforschen. Aber wer gibt sich schon mit unserer kosmischen Heimat zufrieden? Auf einer Homepage mit der Beschreibung „My Galaxies – write in starlight“ kann man jetzt neuerdings seinen Namen zu den Galaxien schicken. Es muss natürlich nicht der Name sein, jedes beliebige Wort lässt sich „galaktifizieren“.

Zauber der Galaxien

Really? There are galaxies that look like letters? OK, S and Z I can believe, but M? H? R? Capitals or little letters? What about punctuation, or numbers?, fragt der Galaxify!-Erfinder Steven Bramford. Tatsächlich scheint diese kuriose GalaxyZoo-Randerscheinung der Kreativität der User keine Grenzen zu setzen. Und an formgebenden Galaxienkollisionen fehlt es mit Sicherheit auch nicht.

GalaxyZoo is cool

Viel Spaß beim Galaktifizieren und

Clear Skies

31.05.2012

Meteoriten-Ursprung von Mars-Methan?

Die dünne Atmosphäre des Mars besteht zu einem vernachlässigbaren Teil aus Methan, dennoch gehört dies zu einem der größten Rätsel der Erforschung der Planeten. Laut einer aktuellen Meldung bringt eine Forschergruppe mit ihrem Nature-Artikel einen weiteren möglichen Ursprung des Methans ins Spiel. Die Kernaussage ist folgende: Die chemischen Verbindungen in kohlenstoffreichen Chondriten auf dem Mars werden durch die stärkere UV-Bestrahlung zerstört, was zur Freisetzung von Methan führt.

Das Team setzte Partikel des bekannten Murchison-Meteoriten der am Mars erwarteten UV-Strahlendosis aus und es wurde so tatsächlich einen Einfluss auf die Methanbildung nachgewiesen. Dies könnte auch den saisonalen Anstieg des Methans in den marsianischen Sommermonaten erklären. Aber beantwortet der Fund auch die Frage, warum das Mars-Methan hauptsächlich in vulkanischen Gebieten vorkommt?

31.05.2012

Meine Schätzungen zu SN 2012cg

Die wolkenverhangenen Nächte sind zurück. Darum hier mal als kleine Beobachtungsnotiz eine kurze Auflistung meiner bisherigen Helligkeitsschätzungen der Supernova 2012cg. Bei meinem ersten Versuch in der Nacht vom 20./21. Mai bin leider falsch abgebogen und bin dann statt bei NGC 4424 bei der helleren und nur etwa 0,5° entfernten NGC 4442 hängengeblieben. Meine Supernova-Beobachtungen mit dem 12-Zöller wurden immer gegen Mitternacht oder kurz danach durchgeführt.

24./25. Mai – 12,6mag

25./26. Mai – 12,4mag

26./27. Mai – 12,2mag

27./28. Mai – 12,0mag

28./29. Mai – 12,0mag

Auch die aktuellen AAVSO-Schätzungen zeigen, dass der Helligkeitsanstieg von 0,2mag pro Tag offensichtlich gestoppt hat. Nichtsdestotrotz ist 2012cg bisher die hellste Supernova des Jahres. Selbst aus einer Entfernung von 52 Millionen Lichtjahren leuchtet sie etwas heller als das Maximum von 2012aw in M 95, die nur 32 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

31.05.2012

Pfingst-Venus in Blau und mehr

Da die Venus am Abendhimmel von meinem Garten aus mittlerweile unbeobachtbar ist, hab ich’s beim klaren blauen Himmel des Pfingstwochenendes mal wieder tagsüber versucht. Ich weiß noch wie nervig die Sucherei – über Azimut und Höhe – vor acht Jahren war, heute dagegen ist die Beobachtung am Taghimmel dank iPad deutlich unkomplizierter.

Am Sonntag haben wir im Garten testweise das neue Zelt für den Festivalsommer aufgebaut und parallel dazu kam direkt der 80/400-Richfielder auf Stativ zum Einsatz. Mit dem 40mm-Okular habe ich bei 10-facher Vergrößerung ein wunderbares 4°-Gesichtsfeld. Das reicht, um nach der iPad-Peilhilfe die schlanke Venussichel mit ein paar Fernrohrschwenks am Taghimmel zu finden. Vor dem blauen Hintergrund zeigte sich dann tatsächlich eine sehr schmale Sichel. Mittlerweile waren es ja nur noch genau 10 Tage bis zum Transit. Auch im 8×40-Fernglas war die dünne Sichel deutlich sichtbar.

Meine afokalen Venusfotos können zwar nicht mit den scharfen Sicheln von Planetenspezialist Damian Peach (von Samstag und Pfingstmontag) mithalten, aber für meine nicht farbreine Minimalausrüstung mit Freihandfotografie bin ich ganz zufrieden.

Durch’s Blickfeld der Okulare tanzten, fegten, wirbelten die ganze Zeit ununterbrochen Pollen durch die Luft.

Ich hoffe man kann auch den leichten Grünschimmer der irisierenden Wolken erkennen.

Und der Mond ist natürlich längst wieder zurück.

Viele Zaungäste waren wieder unterwegs. Neben Schwalben und Tauben setzte sich kurz ein Rotschwanz auf meinen 12-Zöller und mein Plössl hatte plötzlich auch einen Vogel – in diesem Fall ein Amselweibchen.

Auch am Montagnachmittag hab ich längere Zeit den kleinen Refraktor auf die Venussichel gerichtet, eine parallele Sichtung mit dem kleinen Fernglas gelang mir jedoch nicht mehr. Vielleicht lag’s doch am leicht milchigen Himmel.

Eine neugierige Amsel schaute mir über die Schulter.

Abends um 7 stand die Venus zwischen zwei sich im Wind wiegenden Ahornzweigen, danach verschwand sie dann von meinem Gartenstandort aus. Später in der Dämmerung habe ich die neue Canon mit 14x Zoom noch kurz auf den Halbmond gehalten.

Gegen Dienstagmittag hatte ich die schmale Planetensichel nochmal kurz im Okular – bevor schließlich die angekündigten Wolken kommen sollten.

30.05.2012

Zweimal Radioastronomie mit Musik

2012 steht ganz um Zeichen von 40 Jahre Radioteleskop Effelsberg. Im August 1972 hat der 100 Meter große Radioempfänger und über 3.000 Tonnen schwere Teleskopgigant seinen Messbetrieb aufgenommen. Mit einem besonderen Abschluss soll das Jubiläumsjahr – sogar ein 40-Jahre-Weg wurde angelegt – mit einem Open-Air-Konzert am Radioteleskop ausklingen.

Der genau vor 100 Jahren gegründete Orchesterverein Hilgen unter der Leitung des international gefragten Dirigenten Johannes Stert wird Gustav Holsts „Die Planeten“ und John Williams‘ Musik aus der Weltraumsaga Star Wars aufführen. „Zu Fuße des 100-m-Radioteleskops“ soll das Konzert am 24. Juni stattfinden, Einlass ist ab 17:30 Uhr, Beginn ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch zwingend erforderlich.

Ein weiteres Konzert vor radioastronomischem Hintergrund gibt es bereits übermorgen am 01. Juni in der Großradaranlage in Wachtberg. Seit 1994 dient das 34 Meter große TIRA-Radar in dem „Golfball“ zur Beobachtung des Erdorbits mit erdnahen Satelliten sowie Weltraumschrott, und am Freitag wird es zur Kulisse für ein experimentelles Konzert. Es gehört zum Programm des Tonfolgen-Festivals, welches unter dem Motto „Töne öffnen Türen“ um das erste Juni-Wochenende im Rheinland Musik an „sonst verschlossene Orte der Begegnung“ bringt.  Neben dem Konzert unter dem Radar stehen z.b. auch Musikaufführungen in der JVA Rheinbach, dem Pumphaus der Wahnbachtalsperre oder einem Hangar des Flugplatz Hangelar auf dem Programm.

30.05.2012

Hochenergetische Protonen aus dem Adler

Am 09. Oktober 2008 wurde am Pierre Auger Observatory ein Teilchen-Event mit einer Energie von rund 1,2×10^20 eV registriert, nach 2 ½ Jahren wurde Ende Februar 2011 am Telescope Array sogar ein Ereignis mit etwa 1,4×10^20 eV beobachtet. Das ist erstmal nicht ungewöhnliches, wird doch mit beiden Anlagen die kosmische Strahlung bei höchsten Energien (UHECR = Ultra High Energy Cosmic Rays (mehr als 10^18 eV)) untersucht. Das Besondere ist hier die Tatsache, dass beide Teilchen-Ereignisse aus dem gleichen Himmelsareal im Sternbild Adler kommen. In dem Feld gibt es nur eine bekannte Quelle von Röntgen- und Gammastrahlung: Aql X-1. So hält der russische Physiker Sergey Troitsky in seiner Arbeit eine Assoziation zwischen den hochenergetischen Teilchen und diesem Sternsystem für wahrscheinlich.

Die Röntgenquelle Aql X-1 ist 17.000 Lichtjahre entfernt, visuell nur um die 19,0mag hell und besteht aus einem Millisekundenpulsar, der um einen kühlen Zwergstern kreist. Dass Neutronensterne wahre Teilchenbeschleuniger sind, ist schon länger bekannt und dies könnte nun der erste Fall sein, wo wir hochenergetische kosmische Strahlen mit einer kompakten Sternleiche in Verbindung bringen können. Sie stammen wahrscheinlich von einem Punkt nur 0,5° südlich des Kugelsternhaufens NGC 6760 im Sternbild Adler. Übrigens sind die gemessenen Energien der beobachteten Teilchen-Events nur um einen Faktor 3 geringer als das legendäre „Oh My God Particle“.

30.05.2012


Hier klicken, um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schließe dich 70 Followern an

Kontakt und