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Ein Astronomie-Doppelpack zur Mondfinsternis in Bonn

Die meisten werden es schon wissen: Wenn in der Nacht zu Montag ab kurz nach 3:00 Uhr der Vollmond in der Kernschatten der Erde eintritt, beginnt eine totale Mondfinsternis. Die Totalität, in der der Mond die bekannte rötliche Färbung zeigt, kann von 4:11 bis 5:23 Uhr beobachtet werden. Was viele allerdings nicht wissen: Dies wird für einige Jahre die letzte gut beobachtbare und in voller Länge sichtbare totale Mondfinsternis sein. Denn das wird erst wieder in 14 Jahren im Dezember 2029 der Fall sein. Der einzige Haken ist nur, dass die jetzige Finsternis leider auf die zweite Nachthälfte fällt. Dennoch möchte die Volkssternwarte Bonn (VSB) allen Nachtschwärmern, egal ob Hobbyastronom oder nur interessierter Laie, die Möglichkeit bieten, dieses Himmelsschauspiel nicht zu verpassen und lädt ab 3:00 Uhr ins Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich ein. Dort soll bis 5:30 Uhr eine öffentliche Beobachtung anlässlich der totalen Mondfinsternis stattfinden. Alle MoFi-Süchtigen sind herzlich eingeladen – selbst zu nachtschlafender Zeit. Und die gute Nachricht ist, dass die Wetterprognosen für Bonn bis jetzt sehr gut aussehen. Zu dieser Jahreszeit ist zwar oft mit Hochnebelfeldern zu rechnen, aber für das Rheinland ist – wenn überhaupt – nur eine geringe Bewölkung angekündigt.

Die zweite Veranstaltung des Bonner Astronomie-Doppelpacks findet zuvor in der Volkssternwarte Bonn (direkt neben der Argelander-Sternwarte in Bonn-Poppelsdorf) statt: Am morgigen Sonntag lädt sie von 11:00 bis 17:00 Uhr zum jährlichen Tag der offenen Tür ein. Von 11:30 bis 12:30 Uhr gibt es zunächst ein spezielles Kinderprogramm, anschließend folgen eine Reihe interessanter Kurzvorträge, bei denen es u.a. genauso um die totale Sonnenfinsternis vor einem halben Jahr wie auch um die astronomischen Highlights 2016 gehen wird. Und bei dem angekündigten sonnigen Wetter wird natürlich auch Sonnenbeobachtung durch spezielle Fernrohre angeboten. Alle teilnehmenden Hobbyastronomen freuen uns auf viele neugierige Besucher, interessante Fragen und Gespräche und ebenso auf einen (hoffentlich) sonnigen Sonntag.

26.09.2015

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Sehr gut besuchte Sonnenbeobachtung zum „Tag der Luft- und Raumfahrt“

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So sah sie aus, unsere erfolgreiche Sonnenbeobachtung zum „Tag der Luft- und Raumfahrt“, der am 20. September auf dem Gelände von DLR und ESA in Köln-Porz stattfand. Nachdem sich die Wetterprognosen bis zum vergangenen Sonntag zusehens verschlechtert hatten, wurden am Tag selber doch noch 3 Sonnenstunden angekündigt und die hatten wir tatsächlich auch. Um Punkt 10:00 Uhr (Bild 1) kam die Sonne hinter den grauen Wolken hervor, also pünktlich zum Beginn des Tags der offenen Tür. Und bis etwa 13:00 Uhr blieb es auch so schön: Die Sonne zeigte sie sich oft in großen und kleinen Wolkenlücken und sorgte für viel Sonnenschein. Je größer die Löcher in der Wolkendecke wurden, desto länger wurden natürlich auch die Schlangen vor den Teleskopen. Wie zwei Jahre zuvor (der Tag der offenen Tür findet alle zwei Jahre statt) befand sich unser Stand wieder leicht zu finden zwischen dem Europäischen Astronauten-Zentrum (EAC) der ESA und dem Envihab, das Forschungszentrum für Raumfahrtmedizin. Die Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) hatten zahlreiche für die Sonnenbeobachtung geeignete Fernrohre bereitgestellt. Auch Peter Schmidt von der Volkssternwarte Köln war wieder mit seinem Doppelsonnenteleskop dabei und Heinrich Sommerkorn von den Sternfreunden Erftstadt zeigte wunderbar, dass man für die Vermittlung von Wissen nur ein paar laminierte Schautafeln benötigt. Mit seinen Blättern hatte er vor zwei Jahren den großen kosmischen Elementkreislauf den Besuchern nähergebracht und so gezeigt, was der Mensch mit den Sternen zu tun hat, dagegen waren diesmal die Sonne mit ihren unterschiedlichen Erscheinungen bzw.  das Weltraumwetter mit zugleich wunderschönen Phänomenen und mitunter folgenschweren Sonnenstürmen sein Thema.

An den vielen Teleskopen konnten hunderte kleine und große Sonnenbeobachter einmal einen Blick auf die Sonne mit ihren schwarzen Flecken und den Eruptionen werfen. Sogar Darth Vader schaute mal kurz vorbei und schickte seine Kinder auf die helle Seite der Macht. Der Andrang in den ersten Stunden war sehr groß und dennoch hat es allen Hobbyastronomen, die mitgeholfen haben, wieder sehr viel Spaß gemacht. Besonders nach dem (fast) vollständig wolkenverhangenen „Tag der Luft- und Raumfahrt“ 2013 waren wir froh um jeden Sonnenstrahl.

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Nach etwa drei Stunden war allerdings das Wetterglück vorbei, aber weiterhin schauten viele Interessierte und Familien mit Kindern vorbei. So war auch mal Zeit für längere Gespräche zu allen denkbaren Themen der Astronomie und Heinrich Sommerkorn, den ich zwischendurch immer wieder unterstützte, war mit seinen Infoblättern ja sowieso komplett wetterunabhängig. So war bis 18:00 Uhr an Langeweile überhaupt nicht zu denken. Nach dem Aufräumen (der haushohe aufblasbare Astronaut war überraschend schnell wieder verstaut) folgte die abschließende Party für alle Helfer, wobei die neue DLR-Chefin Pascale Ehrenfreund verkündete, dass etwas über 60.000 Besucher das DLR- und ESA-Gelände mit der angrenzenden Flugzeugausstellung besucht hatten. Obwohl ich es mir vorgenommen hatte und auch die Hauptbühne direkt um die Ecke war, habe ich nicht wirklich etwas von den anderen unzähligen Stationen gesehen (bis auf die Mond-Knipskiste mit einer übergroßen Mondaufnahme von KBA-Sternfreund Rolf Hempel). Wie dem auch sei: Man sieht sich dann im September 2017 wieder! Jemand der mehr vom „Tag der Luft- und Raumfahrt“ gesehen hat, ist Blogger-Kollege Daniel Fischer, der den Tag hier und hier mit Fotos zusammengefasst hat. Noch mehr Bilder gibt’s in den Fotosammlungen von DLR und ESA.

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26.09.2015

Ein Beobachtungsabend mit dem Bonner General-Anzeiger

Bereits vor gut einem Jahr gab’s mitten auf der Poppelsdorfer Allee für den General-Anzeiger Bonn einen kleinen Beobachtungsabend und vergangene Woche erreichte den Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) eine erneute Anfrage für ein spontanes Interview inkl. Beobachtung. Wegen der Wetterabhängigkeit sind gerade öffentliche Himmelsbeobachtungen überhaupt nicht planbar, aber was soll ich sagen: Der Bonner General-Anzeiger hatte tatsächlich ein riesiges Wetterglück, denn nur zwei Tage, nachdem mich die Anfrage erreichte, konnte die kurzfristige Beobachtung stattfinden. Christian, Malte, Torsten, Lambert und Achim waren meinem Aufruf gefolgt, so dass letzten Freitag (10. Juli) am Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich gleich 4 Teleskope für das Interview aufgebaut wurden. Gegen 20:30 Uhr baute ich meinen 12-Zöller auf und wir alle bestaunten in Christians kleinen 3-Zöller (mit Sonnenfilter!) die tiefstehende Sonne und ihre Flecken; sogar die Granulation war mit dieser kleinen Öffnung gut zu sehen. Danach ging’s aber direkt an die Suche nach der Venus am Taghimmel, was irgendwie nicht so einfach war. Sogar mit einem Winkelmesser wurde an meinem Fernrohr Azimut und Höhe eingestellt und trotzdem war sie weder im Sucher noch mit Fernglas zu entdecken.

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Kurz nach 21:00 Uhr traf auch Reporter Andreas Dyck ein, der zurzeit für die General-Anzeiger-Sommertour in der Region unterwegs ist und für diese Serie einen Beitrag über uns Bonner Hobbyastronomen schreiben möchte. Zwischen seinen Fragen – wie kommt man zu diesem Hobby, warum ist die Astronomie so faszinierend, wie teuer ist ein Fernrohr, wodurch entsteht die Färbung von Jupiters Wolkenbändern – streuten wir auch immer wieder einen Blick zum Himmel ein. Wir zeigten Venus und Jupiter am Taghimmel bzw. letzteren später in der Dämmerung mit seinen 4 hellsten Monden. Und bevor überhaupt Saturn mit bloßem Auge sichtbar war, konnte auch der wunderschöne Ringplanet in einem Teleskop beobachtet werden. Vor allem bei der Frage nach der Motivation/Faszination für die Astronomie ist mir wieder aufgefallen, wie verschieden die Ursachen für den Blick in den Nachthimmel sein können. So vielfältig die Astronomie an sich schon ist, so vielfältig sind auch die Antworten auf die Frage „Warum Astronomie?“. Lustigerweise mussten ein paar von uns die Frage, ob wir schon mal Richtung Himmel gewunken haben, mit Ja beantworten, denn immerhin haben wir vor fast genau zwei Jahren von der selben Stelle dem Saturn zugewunken – für ein weltweites Saturn-Winken mit hochaufgelöstem Erinnerungsfoto. Nach über zwei Stunden waren schließlich alle Fragen beantwortet und alle Bilder im Kasten. Jetzt bin ich gespannt auf den fertigen Artikel, der vielleicht schon am Mittwoch erscheinen soll, und vor allem auf die Fotos mit mir. Zum Schluss möchte ich mich noch bei allen KBA-Sternfreunden für die spontane Unterstützung bedanken!

Übrigens: Mit welchem überraschenden Himmelsschauspiel es – leider erst – nach dem Interview weiterging, kann man hier in meinem Bericht über Leuchtende Nachtwolken nachlesen.

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12.07.2015

Mond- und Saturnbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee

Viel zu lange war die letzte öffentliche Himmelsbeobachtung in Bonn her, denn 2015 sollte es eigentlich 12 – einmal pro Monat – Mondbeobachtungen auf der Poppelsdorfer Allee geben; auch die geplante Sonnenbeobachtung zum Sommeranfang musste wettertechnisch ausfallen. Doch zum Juni-Mondtermin, am 27. Juni, gab es endlich den lang ersehnten wolkenlosen Abendhimmel. Wie es die Wetterprognose verhieß, sollte es am letzten Juni-Samstag ab 20:00 Uhr aufklaren und tatsächlich verzogen sich pünktlich wie vorhergesagt die Wolken. Ein Dreiviertelmond stand nun am blauen Himmel, so dass wir – vier Sternfreunde des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) – gegen 21:30 Uhr auf der Wiese der Poppelsdorfer Allee unsere Teleskope aufbauten. Und wir waren noch nicht ganz fertig, da kamen schon die ersten neugierigen Besucher vorbei. 

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In der hellen Dämmerung stand zunächst nur der Mond mit seiner einmaligen Landschaft aus Kratern, Gebirgsketten und Mondmeeren, die man mit bloßem Auge schon als graue Flächen – der sprichwörtliche Mann im Mond – erkennt und eigentlich weite Ebenen aus vor 4 Milliarden Jahren erkalteter Lava darstellen. Je dunkler der Abendhimmel wurde, desto mehr stieg die Vorfreude auf Saturn. Und es klappte tatsächlich: Trotz der hohen Bäume an der Allee wurde der Saturn, der sich zurzeit im Sternbild Skorpion befindet und daher nicht sehr hoch am Himmel steht, in einer passenden Lücke erwischt. Die vielen Besucher staunten über den Gasplaneten mit seinem ausgedehnten Ringsystem und später wurden auch noch zwei Saturnmonde sichtbar. Titan und Rhea – zwei von insgesamt 62 Monden – standen dicht über bzw. unter dem Ringplaneten. Eine Herausforderung für mich stellte der Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules dar, den ich trotz des hellen Stadthimmels (direktes (Allee-Laternen) und indirektes Licht) im Okular meines Fernrohrs sehen konnte, und zwar nicht nur als bloßen grauen und runden Nebelfleck, sondern aufgelöst mit ein paar dutzend Einzelsternen. Selbst die vorbeigekommenen Fußgänger konnten meine überraschende Sichtung bestätigen. Nach Mitternacht machte schließlich eine Gruppe Jugendlicher bei unseren Teleskopen Halt und obwohl sie angetrunken waren, konnte man mit ihnen sogar noch über kosmologische Themen philosophieren und sich über Schwarze Löcher oder die Folgen der Lichtgeschwindigkeit (der Blick an den Himmel ist immer eine Zeitreise) unterhalten.

So zeigte sich zum Ende unserer öffentlichen Beobachtung nochmal sehr schön, wie weitreichend die Astronomie doch ist. So wurde wie so oft auch an diesem wolkenlosen Sommerabend wieder über Teleskopkauf, Kameratechnik, Fernrohrselbstbau, Licht und Wahrnehmung, Lichtverschmutzung, Orientierung am Nachthimmel, Mythologie der Sternbilder, Mond, Planeten, Gasnebel, Astrophysik (Exoplaneten, Schwarze Löcher) und Kosmologie gesprochen. Die Himmelskunde ist eben so endlos wie der Himmel selbst, wie sich an den geschätzt bis zu 50 Besuchern und den vielen tollen Gesprächen zeigte, ist das Interesse an Astronomie in der Öffentlichkeit auf jeden Fall vorhanden. Dies zeigt auch eine nette Rückmeldung einer Besucherin, die meine Ankündigung via Facebook erreicht hatte: „Vielen Dank an die Hobby-Astronomen für den sehr spannenden und wissensvermittelnden Abend – auch im Namen meiner beiden Jungs. Wir kommen bestimmt noch mal!“ Das nächste Mal ist für den 25. Juli geplant (weitere Termine hier). Dann stehen Mond und Saturn nebeneinander am Himmel und die Sonne geht bereits um 21:30 Uhr unter, so dass wir kurz vorher wieder unsere Fernrohre auf der Poppelsdorfer Allee aufbauen werden. Aber natürlich gilt wie immer: Öffentliche Beobachtungen (ohne Alternativprogramm) finden nur bei klarem Himmel statt.

Abschließend noch ein ganz großes Dankeschön an die KBA-Sternfreunde Malte, Christian und Torsten, die mich mit ihren Teleskopen unterstützt haben!

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P143077712.07.2015

Ab 28.02. lädt „Dialog der Sterne“ zu Kunst und Wissenschaft ein

Was herauskommt, wenn sich die scheinbar gegensätzlichen Disziplinen Kunst und Wissenschaft auf Augenhöhe begegnen und miteinander interagieren, kann man noch anderthalb Wochen lang in der Bundeskunsthalle in Bonn erleben. Der 22. Februar ist nämlich der letzte Ausstellungstag von „Outer Space – Faszination Weltraum“; erst am 27. Januar konnte hier der 100.000 Besucher begrüßt werden. Und wie es der Zufall will, öffnet genau eine Woche nach dem Ende der Bonner Weltraum-Ausstellung eine weitere Ausstellung, in der sich Kunst und Wissenschaft treffen. In Pulheim bei Köln findet vom 28. Februar bis 22. März die Ausstellung „Dialog der Sterne“, die vom „Sonderforschungsbereich 956“ veranstaltet wird, statt. Sie kann täglich von 16:00 bis 20:00 Uhr im Atelier 50 des Walzwerks besucht werden. Zunächst handelt es sich hier um eine Kunstausstellung, die durch wissenschaftliche Vorträge ergänzt wird. Als kleines Highlight möchte ich den Herschel-Musikabend am 06. März erwähnen, denn bekanntlich war Wilhelm Herschel nicht nur ein großer Astronom, sondern auch Musiker und Komponist.

Unterstützt wird das Rahmenprogramm von „Dialog der Sterne“ durch Himmelsbeobachtungen, die 3x von der Volkssternwarte Köln sowie – ein klarer Himmel vorausgesetzt – 4x von den Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) angeboten werden und jeweils um 20:00 Uhr nach dem Vortrag beginnen. Zusätzlich sind auch Schulveranstaltungen geplant, für die eine Anmeldung erforderlich ist. Sicherlich ist die Pulheimer Ausstellung allein schon vom Umfang nicht mit der Bonner „Outer Space“ zu vergleichen, dennoch bietet sie drei vollgepackte Wochen(!) mit der universellen Faszination für den Weltraum – hoffentlich mit clear skies!

10.02.2015

„Astrotermine für Bonn“ und Vorschau auf 2015

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, ich möchte jedoch nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass es auch 2015 wieder meine Übersicht „Astronomie für Bonn“ gibt. Mit Hinweisen und Links informiert ZauberDerSterne.de wie gewohnt über interessante Veranstaltungen für astronomisch Interessierte in der Umgebung. Beispielsweise kann noch bis zum 22. Februar die sehenswerte Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ in der Bundeskunsthalle besucht werden und direkt eine Woche später lockt schon die nächste Ausstellung. In Pulheim bei Köln wird ab dem 28. Februar zum „Dialog der Sterne“ eingeladen, wo sich ebenfalls Kunst und Astronomie begegnen, und unterstützt wird die Schau durch Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) und der Volkssternwarte Köln. Ein weiterer großer Termin ist der „Tag der Luft- und Raumfahrt“, den alle zwei Jahre das DLR in Köln-Porz veranstaltet und der diesmal am 20. September stattfinden soll. Das sind aber nur ein paar Veranstaltungen für 2015. Übrigens: In meiner Übersicht ist ein allgemeiner Hinweis auf das Programm im „Sternenpark Eifel“ im „Nationalpark Eifel“ neu hinzugekommen. Denn die Sternwarte in Vogelsang, zwischen Mechernich und Simmerath gelegen, kann bereits besucht werden. Dort lässt sich fern der Lichtverschmutzung der hellen Städte tatsächlich noch ein dunkler Nachthimmel erleben.

Darüber, dass die Volkssternwarte Bonn (VSB) zusammen mit dem Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) dieses Jahr die Bonner Sidewalk-Astronomie auf der Poppelsdorfer Allee ausbaut, hatte ich kürzlich bereits berichtet. 12 Termine gibt es, so dass für jeden Monat eine öffentliche Beobachtung mit aufgestellten Teleskopen geplant ist. Viel ist bei dem hellen Stadtlicht nicht sichtbar, aber der zunehmende Mond lädt jedes Mal auf’s Neue zum Staunen ein und außerdem kehrt im Frühjahr/Frühsommer endlich der Riesenplanet Jupiter an den Abendhimmel zurück. Ein Beobachtungstermin darf 2015 natürlich nicht fehlen: Die totale Sonnenfinsternis am 20. März, wobei selbst von Bonn aus die Sonne noch zu 77 Prozent vom Neumond bedeckt wird. Diesen und viele weitere Termine sind im neuen Veranstaltungsprogramm, dass erneut die Volkssternwarte Bonn (VSB) mit dem Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) zusammengestellt hat, enthalten. Alles auf einen Blick – von „Pauls Portables Planetarium“ über den „Bonner Sternenhimmel“ bis zum „Tag der offenen Tür“ – hat man mit dem dazugehörigen Jahresflyer für 2015, über die Montagsvorträge wird mit einem zweiten Flyer informiert. Letztere widmen sich u.a. auf die ein oder andere Weise dem faszinierenden Thema „Licht“, anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen „Internationalen Jahr des Lichts“. Am 26. Januar ab 18:30 Uhr wird in der Volkssternwarte Bonn, direkt neben der Argelander-Sternwarte, das neue astronomische Jahr eingeläutet.

Und auch Blogger-Kollege und Wissenschaftsjournalist Daniel Fischer hat ebenfalls wieder einen umfangreichen Planer für dieses Jahr zusammengestellt. Was wird am Himmel beobachtbar sein, was für Veranstaltungs- und Raumfahrttermine gibt es und welche runden Jahrestage ereignen sich? Darüber informiert seine Übersicht „Bedeutendes am Himmel im Jahr 2015“.

15.01.2015

Wolkige Mondbeobachtung am „Weltraumbahnhof Bonn“

Kaum hatte ich mein 12-Zoll-Teleskop auf den Museumsplatz vor der Bundeskunsthalle gestellt, kamen schon die ersten Kinder mit ihren Eltern. Ich konnte das Fernrohr nicht mal mehr um ein paar Meter versetzen, denn der Mond kam gerade hinter einer Wolke hervor und so machte ich Platz für die neugierigen Besucher. Nun war tatsächlich an den beiden aufgestellten Teleskopen vorläufig Schlangestehen angesagt, was erstmal 15, 20 Minuten anhalten sollte. Danach wurde es wolkenbedingt ruhiger, dennoch schauten noch viele interessierte Passanten und Museumsbesucher vorbei. So war auch mal Zeit für eine genauere Beobachtung des Halbmondes, ein Foto mit dem Smartphone oder längere Gespräche.

Das Feiertagswetter zu der Beobachtungsaktion am 01. November (weitere Fotos hier) fiel dann leider anders als geplant aus. Die wolkenlose Vorhersage hatte sich erst am Tag selber verschlechtert, aber mit der aufgezogenen dichten Bewölkung hatte ich dann wirklich nicht gerechnet. Anders sah es dagegen am Vortag aus, denn die Mondbeobachtung des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) sollte eigentlich zu einem Halloween-Familiennachmittag in der großartigen Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ gehören. Dafür sah die Wetterprognose jedoch nicht so gut aus, wie für den darauffolgenden Tag, weshalb ich unsere Aktion um 24 Stunden verschoben hatte; letztlich war der Mond am Halloween-Abend dann doch schön zu sehen. Auch wenn schließlich das Wetter der beiden Tage regelrecht vertauscht war und die Blicke oft in Richtung der zum Teil dichten Wolken gingen, hat die öffentliche Beobachtung allen KBA-Sternfreunden Spaß gemacht. Der Mond hielt sich an diesem Abend zwar meist versteckt, aber dennoch schauten bis zuletzt einige Leute vorbei und man kam direkt ins Gespräch. Ich schätze, dass in der Zeit von 17:00 bis 19:30 Uhr um die 50 Besucher vorbeigekommen sind. Das ist zwar etwa die Hälfte weniger als zu unserer wettertechnisch überaus gelungenen Sonnenbeobachtung zum Ausstellungsstart von „Outer Space“, aber die nächste Mondbeobachtung gibt’s ja bereits am 29. November. Ab 16:30 Uhr bauen Bonner  Hobbyastronomen dann wieder direkt neben der Ariane-Trägerrakete auf dem Museumsplatz ihre Teleskope auf – sofern uns die Wolken nicht erneut einen Streich spielen.

19.11.2014


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