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Venus und Jupiter inkl. Mondschatten am Tag

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Weshalb für mich die Astronomie das fantastischste Hobby ist? Manchmal wird man das z.b. bei öffentlichen Beobachtungen gefragt und meist spreche ich dann von den unvorstellbaren Entfernungen und Dimensionen, vom Blick in die Vergangenheit und von den Extremen am Sternhimmel, oder ich erzähle davon, wie wir überhaupt Wissen über die unerreichbaren Himmelsobjekte erlangen können. Und dann gibt’s für einen Himmelsbeobachter natürlich auch solche Momente, an die man sich viele Jahre danach noch erinnert. Beispielsweise war so eine für mich besondere Beobachtung, als ich 2004 kurz vor ihrem Transit die Venus zum ersten Mal mit bloßem Auge am Taghimmel sah. Ohne eine einzige Orientierung am blauen Himmel ist es natürlich sehr schwer, da einen hellen Punkt, selbst wenn er der hellste Planet im Sonnensystem ist, zu finden. 16 Jahre danach ist es dann schon erheblich einfacher.

Wegen der aktuellen engen Venus-Jupiter-Konjunktion versuchte ich es am 30. Juni wieder. Zurzeit ist die Venus ungefähr 45 Grad von der Sonne entfernt, was sich am Himmel schon gut abschätzen lässt und mit einem Planetariumsprogramm hatte ich auch schnell die Stellung zur Sonne (zum Glück standen beide Waagerecht am Himmel) herausgefunden. Anschließend, es war so gegen 17:30 Uhr, suchte ich mit einem kleinen 8×40-Fernglas das vermutete Himmelsareal ab und sofort war die helle Venus gefunden, direkt daneben war auch schwach Jupiter zu sehen. Damit hatte ich gleich zwei Planeten am blauen Taghimmel im Blick. Da wurde mir mal wieder klar, was so ein kleines Fernglas doch alles leisten kann. Danach versuchte ich es freisichtig und es war kein Problem (Bild 2 ist nur mit einer Digitalkamera aufgenommen). Die Venus war mit bloßem Auge sofort zu sehen (sogar ohne Brille), wenn man denn halt weiß, wo sie steht. Auch im Sucher meines 12-Zöllers waren Jupiter und Venus auszumachen, während im Übersichtsokular die schöne Venus ihre Sichel mit den sog. Hörnerspitzen preisgab und der große Jupiter ebenfalls deutlich als Planet erkennbar war (Bild 3). Mit der Steigerung der Vergrößerung waren Jupiters Wolkenbänder immer besser zu sehen. Trotz – logischerweise – fehlenden Konstrasts waren die beiden Äquatorbänder (Bild 4) und die dunkleren Polhauben gut zu beobachten. Bei einer späteren Beobachtung, so gegen 20:00 Uhr, fiel mir bei 166-facher Vergrößerung fast mittig auf Jupiter ein dunkler Punkt nahe eines Wolkenbandes auf. Am Laptop überprüfte ich schnell meine Vermutung. Und tatsächlich! Ich beobachtete den Schatten des Mondes Io auf Jupiter – am Taghimmel!! 10, 15 Minuten später konnte ich seine Bewegung feststellen. Die Aufregung über meine „Entdeckung“ machte sich im ganzen Körper breit. Um 21:05 Uhr, kurz vor dem Austritt des Mondschattens, verschwand das Planetenpaar schließlich hinter den Bäumen meines Gartenbeobachtungsplatzes.

Obwohl bereits die spannende Jupiterbeobachtung ganz klar ein Highlight darstellte, lockte auch noch das schöne Venus-Jupiter-Paar am Dämmerungshimmel. Denn die aktuelle Begegnung des hellsten und des größten Planeten des Sonnensystems hatte am Dienstag ihren Höhenpunkt, beide standen weniger als ein Vollmonddurchmesser voneinander entfernt, und so machte ich mich ab 22:00 Uhr auf die Suche nach einem schönen Fotomotiv. Als hinter mir schon der fast volle Mond aufging, war ich Richtung Westen unterwegs und fand schließlich zwischen zwei Nachbardörfern genau das richtige Motiv: ein wunderbares Planetenpaar über einer Burgruine. Und während sich das Paar langsam über die Landschaft bewegte und ich die Ruhe der Natur genoss, ging der Tag zu Ende, ein Tag mit einer besonderen Beobachtung.

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02.07.2015

Wolkige Mondbeobachtung am „Weltraumbahnhof Bonn“

Kaum hatte ich mein 12-Zoll-Teleskop auf den Museumsplatz vor der Bundeskunsthalle gestellt, kamen schon die ersten Kinder mit ihren Eltern. Ich konnte das Fernrohr nicht mal mehr um ein paar Meter versetzen, denn der Mond kam gerade hinter einer Wolke hervor und so machte ich Platz für die neugierigen Besucher. Nun war tatsächlich an den beiden aufgestellten Teleskopen vorläufig Schlangestehen angesagt, was erstmal 15, 20 Minuten anhalten sollte. Danach wurde es wolkenbedingt ruhiger, dennoch schauten noch viele interessierte Passanten und Museumsbesucher vorbei. So war auch mal Zeit für eine genauere Beobachtung des Halbmondes, ein Foto mit dem Smartphone oder längere Gespräche.

Das Feiertagswetter zu der Beobachtungsaktion am 01. November (weitere Fotos hier) fiel dann leider anders als geplant aus. Die wolkenlose Vorhersage hatte sich erst am Tag selber verschlechtert, aber mit der aufgezogenen dichten Bewölkung hatte ich dann wirklich nicht gerechnet. Anders sah es dagegen am Vortag aus, denn die Mondbeobachtung des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) sollte eigentlich zu einem Halloween-Familiennachmittag in der großartigen Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ gehören. Dafür sah die Wetterprognose jedoch nicht so gut aus, wie für den darauffolgenden Tag, weshalb ich unsere Aktion um 24 Stunden verschoben hatte; letztlich war der Mond am Halloween-Abend dann doch schön zu sehen. Auch wenn schließlich das Wetter der beiden Tage regelrecht vertauscht war und die Blicke oft in Richtung der zum Teil dichten Wolken gingen, hat die öffentliche Beobachtung allen KBA-Sternfreunden Spaß gemacht. Der Mond hielt sich an diesem Abend zwar meist versteckt, aber dennoch schauten bis zuletzt einige Leute vorbei und man kam direkt ins Gespräch. Ich schätze, dass in der Zeit von 17:00 bis 19:30 Uhr um die 50 Besucher vorbeigekommen sind. Das ist zwar etwa die Hälfte weniger als zu unserer wettertechnisch überaus gelungenen Sonnenbeobachtung zum Ausstellungsstart von „Outer Space“, aber die nächste Mondbeobachtung gibt’s ja bereits am 29. November. Ab 16:30 Uhr bauen Bonner  Hobbyastronomen dann wieder direkt neben der Ariane-Trägerrakete auf dem Museumsplatz ihre Teleskope auf – sofern uns die Wolken nicht erneut einen Streich spielen.

19.11.2014

Live bei Alexander Gersts erstem Auftritt nach der Rückkehr

Nach der spannenden und verrückten Kometenlandung von Philae, der sich nach erfolgreicher Mission zurzeit im Winterschlaf befindet, war mein zweitägiges ESA-Fest erst zur Hälfte vorbei. Denn während ich um 17:00 Uhr am Mittwoch noch auf ein Signal aus über 500 Millionen Kilometer Entfernung wartete, wollte ich am Donnerstag um 11:00 Uhr unbedingt beim Treffen mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst dabei sein. Erst am Montagmorgen war er nach 5 ½ Monaten auf der ISS wieder auf der Erde gelandet und sollte nun bei der ESA in Köln-Porz eine erste Pressekonferenz geben. Ich dachte, so kurz nach der Rückkehr müssen doch seine Eindrücke noch besonders präsent sein und deshalb war dieser erste offizielle Auftritt von @Astro_Alex einfach ein Muss. „Meeting an Astronaut in person that was in space 3 days ago: check! „, twitterte ein Weltraum-Fan aus Aachen und bringt es so mit wenigen Zeichen auf den Punkt.

Bei der Anmeldung hieß es erstmal Schlangestehen, zusammen mit Leuten von ZDF, RTL und eines niederländischen Fernsehsenders. Der Parkplatz am European Astronaut Centre (EAC) der ESA war bereits voll, so dass ich einfach hinter der Ü-Wagen-Reihe parkte. Entsprechend war auch im Gebäude viel los und eine Batterie an Kameras stand schon für Alexander Gersts ersten Auftritt nach der Landung bereit.

Mit spannungsgeladener Trailer-Musik betraten schließlich um Punkt 11 Staatssekretärin und Raumfahrt-Koordinatorin Brigitte Zypries, ESA-Direktor Thomas Reiter, DLR-Chef Jan Wörner und unser Social-Media-Weltraumheld Astro-Alex den Raum, der von begeistertem Applaus erfüllt wurde. Der erst drei Tage zuvor gelandete Astronaut strahlte genauso wie die anwesenden Journalisten und Raumfahrtbegeisterten. Auch über einen Apfel von der Bundestagsabgeordneten freute sich der 38-Jährige, der im Orbit zwischenzeitlich mal Äpfel vermisst hatte.

Eine volle Stunde lang stand nun Alexander Gerst Funk und Fernsehen Rede und Antwort. Bei einer der ersten Fragen ging’s um die Experimente, wobei der heimgekehrte Astronaut auch die Installation des EML (Electromagnetic Leviator) ansprach, was eine der „befriedigendsten Dinge“ war, denn einen klemmenden Bolzen hatte man letztlich mit Sägeblatt, Taschenmesser und Rasierschaum beseitigen können. Wie der Geophysiker schon vor seiner Mission in den Orbit oft betonte, müssen Astronauten eben vor allem Alleskönner sein. Dennoch sprach Gerst ganz bescheiden vom „einfachsten Job“. „Ich habe meine Emotionen weitergeleitet“, an die, die „noch Kind geblieben sind wie ich“, erzählte er zum einen. Zum anderen war er für die Wissenschaftler am Boden einfach der verlängerte Arm an ihren Experimenten, und so bedankte sich der Astronaut zusätzlich bei den Mitarbeitern im Hintergrund, die die eigentliche Arbeit gemacht haben, und deutete dabei auf die über dem Zuschauerraum stehenden Personen. Ein Reporter des Deutschlandfunks fragte konkret nach den Social-Media-Aktivitäten, worauf Gerst antwortete, dass der „Internetzugang relativ begrenzt“ sei, die Texte für die Tweets habe er trotzdem „selbst geschrieben“ und via Mail mit angehängten Fotos an die Bodenkontrolle geschickt; Facebook-Kommentare las er auch hin und wieder. In diesem Zusammenhang wurden auch seine kritischen Tweets zu den militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten angesprochen. Gerst versteht seine Reaktion allerdings nicht als „politische Botschaft“ und will nicht als „Moralapostel“ dastehen, er wollte nur eine „Perspektive transportieren“, dass es nämlich von außen betrachtet „grotesk“ und „nicht wirklich logisch“ erscheint, wie wir mit der Natur und den Menschen umgehen. Zudem haben die 5 ½ Monate auf der ISS ihn nicht zu einem anderen Menschen gemacht, vielmehr hat es eben diese neue „Perspektive erzeugt“, und so ist es auch sein „heimlicher Wunsch“, dass jeder Mensch einmal die Erde aus dem Weltraum sehen könnte.

Viele Fragen drehten sich natürlich um seine „übererfüllte“ Mission und die Rückkehr. Mit Bezug auf einen Tweet erzählte der Astronaut, wie es war, wieder die Natur zu atmen. Bei seiner Zwischenlandung auf dem Flughafen Prestwick in Glasgow, Schottland, wo er auch von seiner Lebensgefährtin sowie Jan Wörner und Thomas Reiter begrüßt wurde, roch es für 10 Minuten nach „grünem Urwald“ und „feuchter Luft“. Um die Rückkehr und die harte Landung ging’s auch in einer anderen Frage. War der Start noch „emotional aufregender“, war der Heimflug vor allem physisch härter. Als die 4,9 auf der g-Anzeige erschien, mussten alle drei Astronauten in der Sojus-Kapsel lachen, weil sie jetzt auch noch die 5 sehen wollten. Die 5 g wurden dann tatsächlich noch erreicht. Anschaulich waren auch Gersts Schilderungen, wie die Kapsel in ein – dicht neben seinem Kopf – glühendes Plasma eingehüllt war und sich brennende Teile ablösten.

Wenn Alexander Gerst mit seiner gewohnt symphatischen Art davon sprach, dass Vulkanologe nur der zweittollste Job ist, dann ist das einfach glaubwürdig. Man hatte bei ihm das Gefühl, dass er keine routinemäßigen Antworten oder bloße Worthülsen für die Presse abgab. Man nahm es ihm einfach ab, dass Astronaut der tollste Job der Welt ist. „Meine Zukunft ist definitv in der Raumfahrt,“ erzählte der 38-Jährige. Mit der Mission sei ihm außerdem klar geworden, dass der Mensch auch länger im Weltraum leben kann, da er persönlich auch noch keine Grenzen spürte. Dennoch gab er zu, „froh wieder hier zu sein“. Natürlich betraf eine Frage auch wieder den Wert/Sinn von Raumfahrt, was Gerst damit kommentierte, dass der EU-Bürger für Raumfahrt ungefähr 10 Euro im Jahr ausgibt, davon sind etwa 1 Euro für bemannte Raumfahrt. Außerdem wurden beispielsweise noch sein coolstes Selfie während des Außenbordeinsatzes, irdische Fotos (die er am längsten angeschaut hat) und die Vielfalt des Essens angesprochen, und er erzählte auch, wie er die historische Kometenlandung von Philae, die er als „einen der spannendsten Wissenschaftskrimis“ bezeichnete, mitbekommen hat. Als eine der letzten Antworten beschrieb der heimgekehrte Astronaut noch seine Eindrücke des gestirnten Nachthimmels auf der ISS. Für Gerst war das „eine der überraschendsten Ausblicke“, denn die Sterne so klar zu sehen und zu erkennen wie „die Milchstraße überhaupt geformt ist“, hatte er nicht erwartet. „Wenn man da rausschaut, dann zieht’s einen schon raus“, ganz einfach weil es in der menschlichen Natur liegt. „Weil wir Menschen Entdecker sind.“ Zur Freude von hunderttausenden Social-Media-Fans hieß es übrigens ganz zum Schluss, dass sein Twitter– und Facebook-Account bestehen bleiben, denn bisher sind „weniger als die Hälfte“ seiner Fotos gezeigt worden.

Nach einer Stunde ging schließlich mein erstes Treffen mit Alexander Gerst zu Ende. Am 28. Mai auf einer großen Launch-Party in Köln begann meine Reise mit ihm, kurz danach durfte ich bei einer 20-minütigen Liveschalte dabei sein, am 01. September hörte ich dann während einer Siegburger Schulveranstaltung mit Amateurfunkern nur seine Stimme im Rauschen und nun saß der 11. Deutsche im All, der fast 6 Monate auf der ISS verbrachte und noch vor 3 Tagen Schwerelosigkeit spürte, direkt vor mir. Für mich war das auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis, Alexander Gerst jetzt live ohne Zeitverzögerung zu sehen und zu hören.

Um 12:02 Uhr wurde die Pressekonferenz beendet, doch Smartphone- und Fernsehkameras wollten den Astronaut nicht so schnell gehen lassen und man hatte tatsächlich das Gefühl, dass er auch nicht gehen wollte und noch länger von seinen unvergesslichen Eindrücken erzählen wollte. Doch sein Betreuer und das Tagesprogramm, für den Nachmittag standen vor allem Augenuntersuchungen an, warteten auf ihn und so verschwand Gerst schließlich durch eine Seitentür. Immerhin gelang es einem hartnäckigen Autogrammjäger, der nicht ich war, sich schnell eine Unterschrift zu ergattern.

Auf meinem Weg zurück in Richtung Ü-Wagen-Allee begegnete ich ganz zufällig noch Svetlana Gerasimenko. Die Mitentdeckerin des Rosetta-Kometen 67P (Tschurjumow-Gerasimenko) stand in diesem Moment für einen Fotografen neben der Gagarin-Büste vor dem EAC. Leider reichte der kurze Moment nicht einmal für einen Weißabgleich aus.

[Nachtrag] Hier gibt es noch eine vollständige Aufzeichnung der kompletten Pressekonferenz.

17.11.2014

Alexander Gerst ist zurück auf der Erde

Das sind einige Aufnahmen unseres einzigartigen Raumschiffs Erde, die der raumfahrende Vulkanologe Alexander Gerst noch im November bei Twitter, Facebook und hochauflösend bei Flickr gepostet hat. Zu sehen sind etwa ein verzerrter Mondaufgang, der Sternhaufen der Plejaden knapp über dem Horizont unserer blauen Heimat und ein Flug mitten durch das helle Farbenspiel des Polarlichts über Neuseeland, das letzte Foto kommentierte Gerst so: „To realize how fragile our little blue planet is, I needed only a single glance. .“ Neben seinen Arbeiten und Trainingseinheiten standen allein in der letzten Woche an Bord der ISS gleich zwei Liveschalten (in Oberpfaffenhofen mit der Presse und in Berlin mit Politikern) und ein ARISS-Amateurfunk-Kontakt am Samstag mit Schülern in Dresden und Frankfurt auf dem Programm. Und nach den letzten Selfies mit der aktuellen sechsköpfigen Besatzung, hieß es am Sonntagabend schließlich Abschiednehmen von der unvergleichlichen Aussicht aus 400 Kilometern Höhe auf unsere wunderbare Erde. Seit dem 29. Mai wohnte und arbeitete er als 11. deutscher Astronaut auf der Internationalen Raumstation, doch um 22:00 MEZ schloss sich dann hinter ihm die Luke zwischen der ISS und der Sojus-Kapsel. Nach 5 ½ Monaten im Orbit ging es nach Hause. In der Nacht zu Montag um 1:31 MEZ koppelte das Raumschiff ab und um 4:58 MEZ landeten Gerst und seine Crew-Mitglieder Wiseman und Surajew in der frostigen Steppe Kasachstans, bis auf 2 Sekunden Verspätung lief alles nach Plan. Dort gab es auch einen traditionsreichen Empfang der drei Raumfahrer. Um 15:02 MEZ landete der ESA-Astronaut zusammen mit seinem NASA-Kollegen Wiseman bereits in Glasgow, wo sich ihre Wege trennten. Während es für Wiseman weiter nach Houston ging, ging’s für Alexander Gerst direkt weiter nach Deutschland. Der ADAC-Ambulanzflieger landete um 19:44 MEZ in Köln. Auf den Fotos vom Rollfeld ist neben DLR-Chef Wörner und Astronaut Reinhold Ewald auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters zu sehen. Danach ging’s endlich in das raumfahrtmedizinische Labor des DLR in Köln-Porz. Hier kann sich  Kölschonaut Gerst erstmal vom ganzen Presserummel erholen. Zumindest bis Donnerstagvormittag, denn dann gibt’s die erste Pressekonferenz mit ihm, und ich bin dabei. Ich werde berichten.

11.11.2014

Sonniger Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn

Mehr Sonne geht einfach nicht! So lässt sich tatsächlich der 19. Oktober beschreiben, an dem der alljährliche Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn (VSB) stattfand. Wie schon zu unserer gelungenen öffentlichen Sonnenbeobachtung zum Ausstellungsstart von „Outer Space – Faszination Weltraum“ in der Bundeskunsthalle, so lockte die strahlende Sonne an einem vollkommen blauen Herbsthimmel diesmal zahlreiche Besucher zu der alten Argelander-Sternwarte nach Bonn-Poppelsdorf. Deshalb waren natürlich auch mehr Sonnenteleskope als sonst für die Beobachtung unseres Heimatsterns im Weißlicht und H-alpha-Licht aufgestellt. Selbst mit dem Sonnenfilter-Fernglas und sogar freisichtig – nur mit einer Sonnenfinsternisbrille geschützt – war eine neue große Fleckenregion am Sonnenrand auszumachen. Außerdem war passend zum 200-Jahr-Jubiläum ein Spektroskop aufgebaut, mit dem jeder die Entdeckung der Fraunhoferlinien mit eigenen Augen nachvollziehen konnte.

Schätzungsweise zwischen 200 und 300 Besucher lockte das wunderbare T-Shirt-Herbstwetter bzw. der mit 23 Grad(!) wärmste Tag des Monats zu dem 115 Jahren alten Kuppelbau neben der historischen Bonner Sternwarte. Auch dieses Mal boten die Hobbyastronomen der Volkssternwarte ein abwechslungsreiches Programm: interessante Kurzvorträge (von 200 Jahre Fraunhoferlinien bis zum astronomischen Ausblick auf 2015), ein Vortrag speziell für Kinder, Präsentation der beliebten Software „Stellarium“, zum Schmökern lud ein Büchermarkt ein und regelmäßig gab es „spritzige“ Starts von Wasserraketen. Auch wenn sie nicht wie letztes Jahr verfinstert wurde und für einen übervollen Vortragsraum sorgte, war die Sonne dennoch ganz klar der Höhepunkt im Programm und der diesjährige Veranstaltungstag somit ein voller Erfolg.

Der Tag der offenen Tür 2015 ist wegen der totalen Mondfinsternis für den 27. September geplant.

05.11.2014

Sonnenbeobachtung zur Eröffnung der Weltraum-Ausstellung „Outer Space“

Das sind 10 Impressionen unserer überaus gelungenen öffentlichen Sonnenbeobachtung, die am 03. Oktober zum ersten Ausstellungstag der sehenswerten Bonner Weltraum-Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“ (ausführlicher Bericht von mir) stattfand. Fünf Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) – Malte, Wolfgang, Achim, Torsten und ich – standen mit ihren für die Sonnenbeobachtung geeigneten Teleskopen ab dem Vormittag vor der Bundeskunsthalle bereit. In zwei Fernrohren wurden die dunklen Sonnenflecken gezeigt und mit den drei H-alpha-Geräten konnten die vielen Besucher auch die Eruptionen am Sonnenrand beobachten, ich brachte derweil mit fundiertem Fachwissen das Gesehene näher und stand für Fragen aller Art bereit. Viele Familien mit Kindern, aber auch bekannte Gesichter wie Ralph Burmester, Kurator im Deutschen Museum Bonn, und sogar Stephan Andreae, Kurator von „Outer Space“, schauten vorbei und wollten einmal die Sonne so sehen, wie es sonst nicht möglich ist. Uns Hobbyastronomen hat die gesamte Aktion auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, und keiner von uns hätte je gedacht, dass mal bei einer Beobachtung eine Rakete hinderlich sein würde.

Das Wetter hätte für eine öffentliche Beobachtung nicht besser sein können: T-Shirt-Wetter bei 22 Grad und die Sonne lachte von einem strahlend blauen Herbsthimmel. Bei lange im Voraus geplanten Beobachtungsaktionen hängt schließlich alles am Wetter, denn meine Idee hatte ich dem Kurator schon Anfang Februar vorgestellt, wobei schließlich diese Termine herausgekommen sind. Das freut mich somit nochmal besonders, dass letztlich alles wie gewünscht geklappt hat und wir Sternfreunde so den sonnigen Eröffnungstag der Weltraum-Ausstellung ergänzen konnten. Es war eine sehr schöne Sonnenbeobachtung mit schätzungsweise 100 Besuchern, interessanten Fragen und netten Gesprächen. Und mittendrin machte Malte noch dieses schöne Little-Planet-Bild des aktuellen „Weltraumbahnhofs Bonn“.

Malte Tewes

31.10.2014

Lift-off für die großartige Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ in Bonn

Im August 2011 hörte ich zum ersten Mal von der geplanten Weltraum-Ausstellung in der Bundeskunsthalle und je näher der Oktober 2014 rückte, desto mehr stieg die Vorfreude auf „Outer Space – Faszination Weltraum“. Besonders durch Interviews mit den beiden Kuratoren Stephan Andreae (auch für meinen Blog) und Claudia Dichter, die Landung der Liberty Bell 7 oder der Ariane 5 mitten in Bonn, und erst recht durch den Pressetermin Ende August, wo die Ausstellung erstmals ausführlich vorgestellt wurde. Und dann war er tatsächlich da: der 02. Oktober, an dem zunächst die Presse und abends zu der Eröffnungsveranstaltung auch die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt die unendlichen Weiten von 15 Ausstellungsräumen entdecken konnte. Drei Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA)Paul Hombach, Daniel Fischer und ich – nutzten so gleich mehrfach die Gelegenheit in den „Outer Space“ abzuheben und mischten sich schon vormittags unter die Leute von Funk und Fernsehen.

Extra für den Eröffnungstag hatte das DLR noch ihren aufblasbaren Astronauten mitgebracht und im Foyer des Museums gab es bereits eine detailgetreue ISS eines Modellbauers aus Niederkassel zu entdecken. Wie passend zum Tor zu den Sternen wartet vor der Tür zur Ausstellung ein Space Shuttle inkl. Crawler aus Schaumpappe eines New Yorker Künstlers, ein paar Schritte weiter schwebt man dann schon schwerelos durch den Weltraum und reist mit ihm gleichermaßen durch die Menschheitsgeschichte. Die nachfolgenden 18 Bilder sind nur eine kleine Auswahl meiner Fotos, zeigen aber sehr schön, wie breit gefächert das Spektrum in der wunerbaren Ausstellung ist und wie gekonnt die Macher und Kuratoren von „Outer Space – Faszination Weltraum“ ihr Leitmotiv „Der Weltraum zwischen Kunst und Wissenschaft“ umgesetzt haben.

Kunstgeschichte, Raumfahrtgeschichte, Astronomiegeschichte, Technikgeschichte, Science-Fiction-Geschichte und zeitgenössische Kunst – diese sprichwörtlich All-umfassende Ausstellung verbindet einfach All-es. Oder wie es schon die „Welt am Sonntag“ so treffend formulierte: „“Outer Space“ ist eine unverwechselbare Schau geworden, weil sich hier Fakten und Fiktion, Kunst und Wissenschaft wirklich auf Augenhöhe begegnen.“ Schon im ersten Ausstellungsraum trifft man auf den bekannten Meteoriten Ensisheim, das Universum in der Nußschale, die Himmelsscheibe von Nebra und die wunderschöne „Die Geburt der Milchstraße“ von Rubens. Davor steht eine leere Vitrine, in die am 08. Dezember der deutsche Astronaut Alexander Gerst eine zur ISS mitgenommene Bundesbiene vom Dachgarten, legen wird. Im nächsten Raum steht eine kaputte und verbeulte Spitze einer V2, die auf mich eher wie ein Kunstgegenstand wirkte. Auf der großen Wand hinter ihr läuft ein Countdown für eine Sojus in Baikonur in Endlosschleife ab und regelmäßig ist der krachende Lärm des Raketenstarts in der ganzen Ausstellung zu hören. Hier finden sich auch Visionär Oberth, Pionier von Braun und Psychiatriepatient Janke, dessen Raumfahrt-Visionen nie die DDR-Anstaltsmauern verlassen hatten. Wie die Wissenschaft die Kunst beeinflusst, sieht man aber noch an vielen Stellen in den insgesamt 15 Ausstellungsräumen. Ob eine strahlende Sonne oder gleich das ganze expandierende Universum, ob Briefe von sterbenden Sternen oder eine sehr assoziative Installation in Form eines Bettes, „in dem Neil Armstrong in seiner ersten Nacht nach der Rückkehr vom Mond schlief“ (so der vollständige Name) – der Weltraum beflügelt auch heute noch Künstler auf der ganzen Welt. Und in diesem wunderbaren Kontext zeigt sich selbst das Triebwerk einer Ariane 4 von seiner künstlerischen und ästhetischen Seite, man hat kaum mehr eine Vorstellung davon, dass diese Ingenieurskunst eigentlich über 2 Millionen PS Leistung liefert.

Angesichts von gezeichneten Marskarten, bemalten Himmelsgloben, alten Teleskopen, gedruckten Sternkarten und den ersten Mondzeichnungen, die vom Künstler Galileo Galilei stammen, wird ebenfalls deutlich, dass frühere Astronomen in gewisser Weise auch künstlerisch arbeiteten. Galileis Darstellungen, enthalten in einer Ausgabe von 1953 seines berühmten „Siderus Nuncius“, sind außerdem mit einem Gemälde seines Prozesses von 1633 und einem formatfüllenden Foto des Jupitermonds Io sehr schön in Szene gesetzt. Und mit Aquarellfarben gestaltete Entwürfe für die sowjetische Raumfahrt ist zu sehen, dass Kunst und Wissenschaft/Technik selbst in der Gegenwart nicht so weit auseinander liegen wie man zuerst vermutet. Zwar ist die 1964 skizzierte „Lunniy Korabl“ nie auf dem Mond gelandet und dennoch erhält man mit diesen Arbeiten Galina Balaschowas Einblicke in einen völlig unbekannten Aspekt der bemannten Raumfahrt. In der Ausstellung wird an vielen Stellen mit zahlreichen interessanten Exponaten – u.a. mit verschiedenen Raumanzügen, tierischen Raumfahrt-Pionieren, der bekannten weißen Weste zu Apollo 13, Sigmund Jähns Experimenten oder Reinhold Ewalds Socken – Raumfahrt präsentiert. Für Technikfreunde wie für Geschichtsinteressierte dürfte die Mercury-Kapsel Liberty Bell 7 ein Highlight darstellen, mit dem gleichermaßen an den tragischen Helden Gus Grissom erinnert wird. Mit dieser kleinen Kapsel wurde Grissom im Juli 1961 während einer 15-minütigen Mission zum zweiten Amerikaner im Weltraum. Und wenn man schließlich davor steht, kommt einem plötzlich wieder John Glenns amüsanter Satz in den Sinn: „You don’t climb into the Mercury spacecraft, you put it on.“

In „Outer Space – Faszination Weltraum“ hat natürlich auch die Science-Fiction ihren festen Platz. Von E.T. über die ikonische Horrorgestalt des in diesem Jahr verstorbenen H. R. Giger aus den „Alien“-Filmen bis zum berühmten Bügeleisen des TV-Raumschiffs Orion ist hier einiges zu finden. Und C3Po aus „Star Wars“ habe ich auch noch nie so glänzend gesehen, im richtigen Winkel zum spiegelnden Glas kommt er sogar besonders strahlend zur Geltung. Eine Science-Fiction-Geschichte von 1629 – Francis Godwins „The Man in the Moone“ („Der Mann im Mond“) – ist sogar Ausgangspunkt eines skurrilen Projekts der Kölner Künstlerin Agnes-Meyer-Brandis geworden. Sie beobachtete die Aufzucht von elf Gänsen vom Schlüpfen aus ihren Eiern, die sie mit Namen aus der Raumfahrt (z.b. Buzz, Valentina, Konstantin, Friede) beschriftete, bis zur Flugtauglichkeit. Denn im norditalienischen „Spaceport Pollinaria“ will die Gänsemutter sie ganz nach der literarischen Vorlage zu Mondgänsen ausbilden. Und auch in diesem Ausstellungsraum verschwimmen wiederum Fiktion und Wirklichkeit, wenn man nebeneinander eine Gänsefeder und ein Foto von Apollo 15 mit der bekannten Feder-Hammer-Demonstration auf dem Mond sieht. In den zwei übrigen von Künstlern gestalteten Räumen wird an den ersten Toten der Raumfahrt, Wladimir Komarow, gedacht und mit der Installation „The Man Who Flew into Space from his Apartment“ sieht man, wie sich jemand direkt durch die Zimmerdecke in den Weltraum katapultiert hat und so zugleich dem Kommunismus entkam.

Durch seinen interaktiven Charakter ist der rötlich glänzende Himmelsglobus für mich definitiv das Highlight der großartigen Bonner Weltraum-Ausstellung. Diese aus Kirschholz gefertigte Kugel besteht aus insgesamt 2.800 Holzstücken, die der in Düsseldorf lebende japanische Künstler Hiroyuki Masuyama drei Monate lang geschliffen und poliert hat. Die Kugel misst zwar nur 1,9 Meter im Durchmesser, doch ich empfehle jedem, der nicht allzu klaustrophisch veranlagt ist, dort hineinzugehen. Wenn man durch die kleine Luke in das Schwarze Loch steigt und die Klappe hinter einem blickdicht schließt, ist man plötzlich in der stockfinsteren Nacht von 30.000 Sternen umgeben. Tausende in das Holz gestochene Löcher mit Glasfasern machen das Universum in der Holzkugel möglich. Wenn man sich am Himmel auskennt, reicht ein gefundenes Sternbild zur Orientierung und man findet weitere. Und wie mein Bild zeigt, kann man den Großen Wagen inkl. Polarstern hier sogar am Taghimmel fotografieren. Wie in einer Höhle hallt es in dem Himmelsglobus, was die Naturerfahrung noch lebendiger macht. Unzählige Sterne über dem Kopf, zu den Seiten und unter einem; man sitzt oder liegt also tatsächlich auf den Sternbildern des Südhimmels. Ich kam mir wie in einer engen, kleinen Raumkapsel vor und hatte gleichzeitig – egal wohin ich sah – die unendlichen Weiten des Nachthimmels vor Augen und doch die Sterne wirklich zum Greifen nah! Es ist wie beim echten Sternhimmel: Sowas lässt sich schwer in Worte fassen, jeder muss ihn für sich selbst entdecken. Die paar Minuten vergingen wie im Flug – hallo Relativitätstheorie – und schon ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen. Dieses Kunstobjekt ist ein fantastisches Naturerlebnis!

Zwischen meinen beiden Vorbesichtigungen der Ausstellung fand noch eine Pressekonferenz statt. Für das DLR, das mit 13 Exponaten in der Schau vertreten ist, war Sabine Hoffmann, Leiterin der Abteilung Kommunikation, anwesend. Mit einem Zitat Albert Einsteins brachte sie das Leitmotiv von „Outer Space“ sehr schön zum Ausdruck: „Das Schönste, was wir erfahren können, ist das Mysteriöse. Es ist der Quell aller wahren Kunst und Wissenschaft.“ Erwähnung fand auch der Rosetta-Lander Philae, den sie als „ingenieurwissenschaftliche Kunst“ bezeichnete und zu dessen Landung auf dem Kometen am 12. November auch in der Bundeskunsthalle eine Veranstaltung stattfindet. Anschließend berichtete Kuratorin Claudia Dichter ausführlich über die Entstehung der Weltraum-Ausstellung. Sie erläuterte nochmal, dass es ihr und ihrem Kollegen Stephan Andreae nicht so sehr um Fakten und Wissen ging, vielmehr sollte das „Faszinosum“ im Mittelpunkt stehen. Für die Kunsthistorikerin ist der Weltraum und die damit verbundene Neugier und der Forschergeist seit Menschengedenken eine „anthropologische Konstante“. Wie mir beim zweiten Gang durch die Ausstellung klar wurde, lässt sich das auch von der Kunst sagen, denn schon seit jeher formt und baut der Mensch mit seinen Händen. So sind in meinen Augen die anthropologischen Konstanten Kunst und Wissenschaft noch mehr miteinander verbunden.

Dichter erzählte auch, wie am Vortrag der deutsche Raumfahrer Reinhold Ewald mit „leuchtenden Augen“ aus dem hölzernen Himmelsglobus stieg und den Anblick mit „schwarzem Samt“ verglich; so wie tatsächlich Astronauten den im All sichtbaren Sternhimmel beschreiben. Während der Pressekonferenz gab es auch Beifall, als die Kuratorin auf die mit Aquarellfarben gestalteten Raumfahrt-Entwürfe von Galina Balaschowa zu sprechen kam. Die 83-Jährige und ihr Enkel waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt und einige Tage zuvor aus Moskau angereist. Balaschowa, über die diesen Monat auch ein Buch erschienen ist, studierte ab 1949 Architektur und arbeitete ab Herbst 1964 als Innenarchitektin für die sowjetische Raumfahrt, wobei sie beispielsweise die funktionale Innenraumgestaltung für die Sojus-Kapsel und die Raumstation Mir entwarf. Nach Bonn durfte sie nur Skizzen mitbringen, die sie aber vor Ort nachkoloriert hat und so sind echte Originale in der Ausstellung zu sehen.

Am Abend hatte die Eröffnung der Weltraum-Ausstellung dann ihren öffentlichen Höhepunkt. Die eingeladenen deutschen Astronauten Ewald und Thiele kamen wegen Staus leider zu spät, was aber ein perfekten Auftakt zur Veranstaltung lieferte. Denn als die beiden Kuratoren im August 2010 im Stau standen, wurde die Idee zu „Outer Space – Faszination Weltraum“ geboren. Und so bekommt Bonn nun endlich die Ausstellung, die es schon vor beinahe 25 Jahren geben sollte, denn bereits damals zur Eröffnung des Museums wollte man eine interdisziplinäre Schau zum Thema Weltraum zeigen. Dazu kann ich nur sagen: Das Warten hat sich mehr als gelohnt! Zum Abschluss der einstündigen Veranstaltung gab’s noch einen aufgezeichneten Gruß von Alexander Gerst, der die in Acryl gegossene Bundesbiene schwerelos durch den Raum schweben ließ und die er zu seiner Welcome-Home-Party am 08. Dezember in ihre Vitrine legen wird. Damit war dann „Outer Space – Faszination Weltraum“ auch für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die sehenswerte Ausstellung ist jetzt noch genau vier Monate lang bis zum 22. Februar 2015 in Bonn zu sehen und ein unbedingtes Muss für jeden, der sich in irgendeiner Form für den Weltraum interessiert. Es lohnt sich nicht etwas speziell hervorzuheben, denn hier passt einfach alles perfekt zusammen – besonders Kunst und Wissenschaft.

22.10.2014


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