07. November 2005 – Montag

Nachdem meine geplante erste November-Mars-Session wegen Hochnebel ausfallen musste, zeigte sich heute um halb 8 ein wunderbarer Morgenhimmel. Sofort kam mir das Wort „lodern“ in den Sinn, denn fast der komplette westliche Himmel leuchtete feurig rot. Diese Beschreibung kommt dem Schauspiel schon sehr nahe. Wenn ich nur früher aufgestanden wäre – war ja schon vor 7:00 MEZ wach -, hätte ich sicher noch schönere Farbtupfer sehen können. Aber trotzdem bot der Himmel nur 5 Minuten vor Sonnenaufgang einen so herrlichen Anblick, dass ich sogar meine Freundin aus den Federn zerrte. So schnappte ich fix meine Kamera und ging ein paar Schritte zum nächsten Feldweg. Als ich zur Haustür raus war, ließen sich auch die ersten angekündigten Regentropfen leise nieder. Es nieselte ein wenig, was das schöne Stimmungsbild im Osten noch passend untermalte. Gegen 7:35 MEZ erhob sich eine orangefarbene Scheibe über meinen Horizont. Einige Wolken aus hellen Pastelltönen schwebten vor dem zarten Dämmerschein. Viele Farbnuancen zeichneten sich im Morgenrot ab. Die Farben kann ich immer schwer beschreiben, aber dafür gibt es ja dann die Fotos.

Ein Schimmer aus Wolkenschatten trat ebenfalls hervor. Er bildete kurzzeitig einen kleinen Bogen oberhalb der Sonne. Vielleicht ist ja was von ihnen auf den Aufnahmen zu sehen. Schon am 28. Oktober sah ich einen ausgeprägteren Wolkenschatten in der Morgendämmerung. Aber als ich meine Kamera ansetzte, wurde die Teilung im Dämmerlicht schon schwächer. Ich war schon auf dem Weg Richtung Haustür, als ich staunend einen riesigen Bogen im Westen entdeckte. Unglaublich! Satte Farben pur. Auf dem zweiten Blick erkannte man weiter außen auch zwei farbige Ansätze weiterer Lichtbögen. Der Nebenregenbogen war zwar nicht so ausgeprägt, aber dennoch ein grandioser Anblick! Nur in Horizontnähe zeigten sich die beiden Hälfen besonders gut. Dass ich da nicht von selbst darauf gekommen bin, mal einen Blick hinter mich zu werfen.

Da mir für Fotos der Vordergrund mit den ganzen Häusern nicht gefiel, machte ich nur ein paar Bilder aus dem Dachfenster. Da fiel mir auch auf, dass der Hauptregenbogen offenbar nicht hinter dem Horizont endete, sondern ein farblicher Schein war noch vor der Horizontlinie erkennbar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich nicht getäuscht habe. Falls also jemand einen Topf voller Gold vermisst oder nach dem selbigen sucht, sollte mit der Suche im Ersdorfer Wald beginnen. Mit diesen tollen Eindrücken der Morgenstimmung machte ich mich dann auf den Weg.

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