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Sonne pur beim 17. „Pauls Portables Planetarium“

Während das erste Bild von 16:15 Uhr noch die Großen an den aufgestellten Teleskopen zeigt, hieß es wenige Minuten später schon Platz machen für die kleinen Sonnenbeobachter. Denn am vergangenen Freitag lockte das Deutsche Museum Bonn in der Ahrstraße mit einer Spezialausgabe von „Pauls Portables Planetarium“: Die beliebte vier Mal im Jahr stattfindene Astrotainment-Reihe mit Hobbyastronom, Improkünstler, Pianist und Moderator Paul Hombach richtete sich zum ersten Mal  speziell an Familien und Kinder, weshalb der Vortrag auch schon um 17 Uhr statt 19 Uhr begann. Und wegen des sonnigen Wetters konnten viele interessierte Kinder und Eltern zuvor schon einen Blick auf unseren strahlenden Heimatstern werfen. Verschiedene Sonnenteleskope der Sternfreunde des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) und der Volkssternwarte Bonn (VSB) waren direkt vor der Museumstür aufgebaut, sogar ein Fernglas mit Sonnenfilter gab es und die Sonne in Projektion wurde von Paul Hombach erklärt und gezeigt. Auf die Minute genau begann schließlich „Pauls Portables Planetarium“, das wieder über 100 Besucher zählte. Ganz vorne hockten und lagen fast 20 Kinder auf dem Boden, manche AstroZwerge standen oder saßen mit ihren Eltern sogar auf der Treppe. Und bereits bei der Präsentation des aktuellen Sternhimmels mit der Freeware-Software Stellarium zeigte sich, dass sich einige Kinder schon eifrig am Vortrag beteiligten.

Im Anschluss an diesen hatte man nochmals die Gelegenheit durch ein spezielles Teleskop unsere Sonne mit einigen Ausbrüchen am Rand zu beobachten. Über eine halbe Stunde lang schien die Schlange kein Ende zu nehmen. Viele staunten einfach nur über die Größenverhältnisse der Sonnenflecken und Protuberanzen gegenüber der winzigen Erde, es wurden aber auch einige Fragen beantwortet. Für eine weitere Sonnenbeobachtung ab 18:30 Uhr trafen sich einige Hobbyastronomen noch am Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich. Und die nächste Ausgabe von „Pauls Portables Planetarium“ findet übrigens am 01. Juli statt – dann wieder um 19 Uhr, aber wie üblich wird wieder bei geeignetem Wetter eine Sonnenbeobachtung vor dem Museum angeboten.

18.05.2014

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14. „Pauls Portables Planetarium“ mit Sonnenbeobachtung

Gestern Abend hat alles gepasst. Zur Sommerausgabe von „Pauls Portables Planetarium“, das 4 Mal im Jahr im Deutschen Museum Bonn stattfindet, wurde zur Einstimmung auf Paul Hombachs Sonnen-Vortrag vor der Museumstür Sidewalk Solar Astronomy geboten. Geplant waren nur 2 Teleskope, doch letztlich wurden 4 Instrumente zur Sonnenbeobachtung aufgebaut; sogar Paul Hombach baute seinen Refraktor mit Sonnenprojektion auf. Unsere sonnige Star-Party war wirklich gut besucht (weitere Fotos der Aktion gibt’s von Daniel Fischer); Jung und Alt staunten am Okular über ein paar gut sichtbare Protuberanzen und zwei erdgroße bipolare Sonnenfleckenpaare (Bild 6, 3 Stunden vor dem Vortrag aufgenommen) auf der Sonne. Unter den interessierten Besuchern waren auch einige Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA), die durch ihren Physiklehrer Udo Wernick im Rahmen einer Projektwoche auf den gestrigen Vortrag hingewiesen wurden. Auch die Presse in Form des „General-Anzeiger Bonn“ mischte sich unter die Sonnenbeobachter und warf ebenfalls kurz einen Blick durch’s Okular (Bild 5, ganz links sowie sein Artikel), und wie man sieht, kam sogar eine Finsternisbrille zum Einsatz.

Um 19:00 Uhr begann schließlich der Vortrag, bei dem diesmal sogar Gäste des Deutschen Museums in München im Publikum saßen. Anderthalb Stunden gab’s wieder bestes Astrotainment vor dem Teilchenbeschleuniger (der bald Mittelpunkt einer neuen Ausstellung ist) des Technikmuseums. In dem bunten Sommerspecial fehlte natürlich auch nicht der Hinweis auf die weltweite Aktion am kommenden Freitagabend: „Winkt dem Saturn“. Und auch bei diesem Astroabend hatte Hobbyastronom und Springmaus-Pianist Paul Hombach sein Keyboard dabei (Bild 7) und untermalte mit tollen Syntie-Klangteppichen wunderbare Nachtleuchtende Wolken im Zeitraffer und das Teleskopkarussell von ALMA. „Pauls Portables Planetarium“ gibt’s wieder am 05. November – hoffentlich mit ähnlich gutem Wetter und vielen neugierigen Besuchern.

17.07.2013

„Pauls Portables Planetarium“ – das Dutzend ist voll

Es war ein Telefonat im letzten Monat des Internationalen Astronomiejahrs 2009 und schon hatte die Vortragsreihe von Paul Hombach, Bonner Hobbyastronom bei KBA und VSB, ein neues Zuhause. Seit 2010 gibt es nun „Pauls Portables Planetarium“ im Deutschen Museum Bonn in der Ahrstraße 45, hat sich dort als feste Größe im Veranstaltungsplan des Hauses etabliert und findet mittlerweile quartalsmäßig 4 Mal im Jahr statt. Und die Besucherzahl scheint von Mal zu Mal zu steigen und so kamen letzten Dienstag zum ersten Astroabend 2013 rekordverdächtig etwa 120 an Astronomie interessierte Leute. Bis jetzt hat noch jeder einen Sitzplatz bekommen, aber wie das dritte Bild zeigt, musste nun sogar hinter der großen Säule angebaut werden.

An 4 Terminen im Jahr lädt Astronomie-Entertainer Paul Hombach ins Museum ein und bietet zwischen buntem Röntgenhimmel, runden Neutrino-Detektoren und dem großen Bonner Teilchenbeschleuniger eine gelungene Mischung aus aktuellen Themen, Rückschau und Himmelsvorschau mit Stellarium an. Informativ und doch amüsant gestaltet der Hobbyastronom, Musiker, Impro-Künstler im Springmaus-Theater sowie Online-TV-Moderator jede seiner Ausgaben, in die er immer auch besondere Highlights einbaut: Sei es nun ein Sommer-Special zum Mitmachen, eine Uraufführung seines komponierten Venustransit-Klangexperiments oder – so wie am Dienstag – eine kleine 3D-Show mit Rot-Grün-Brillen und als Abschluss gab’s passend zu Fastnachtsdienstag eine „Kosmologie für Karnevalisten“ genannte Büttenrede. Eine humorvolle Reise durch die komplette Entwicklungsgeschichte des Universums – inkl. Dunkler Materie und Dunkler Energie, Mainzer Mundart und Narrenkappe.

Und selbst wenn wieder einmal die anschließende Himmelsbeobachtung vor der Museumstür wegen Bewölkung ausfallen muss – die Chance auf klaren Abendhimmel zu „Pauls Portables Planetarium“ liegt eben nur bei 1:4 -, sind trotzdem immer ein paar aktive Hobbyastronomen im Publikum anwesend und beantworten im Anschluss gerne noch Fragen.

Die letzte Bürgersteig-Beobachtung am Museum liegt mittlerweile auch schon ein Jahr zurück: Am 01. Februar 2012 hielt sogar eine WDR-Kamera (unten Screenshots der WDR-Lokalzeit) fest, wie wir Sternfreunde mit zwei 12-Zöllern und anderen Teleskopen bei frostigen -5 Grad den Besuchern einen staunenswerten Blick auf Mond, Jupiter und andere Objekte bieten konnten. Da bleibt mir nur zu sagen: Clear Skies für „Pauls Portables Planetarium“! Die nächste Veranstaltung im Museum in der Ahrstraße findet am 14. Mai statt – zum 13. Mal, und vielleicht haben wir Sternfreunde mal kein Pech mit dem Wetter.

15.02.2013

„Astrotermine für Bonn“ und Vorschau auf 2016

2016 ist zwar schon wieder gut 2 Wochen alt, ich möchte jedoch nicht versäumen darauf hinzuweisen, dass es auch 2016 (wird regelmäßig aktualisiert) wieder meine Übersicht „Astronomie für Bonn“ gibt – und das nun schon im 5. Jahr. Mit Hinweisen und Links informiert ZauberDerSterne.de wie gewohnt über interessante Veranstaltungen für astronomisch Interessierte in Bonn und der Umgebung. Denn auch dieses Jahr wird es wieder die unterhaltsamen 4 Vorträge „Pauls Portables Planetarium“ (mit Springmaus-Impro-Talent Paul Hombach) im Deutschen Museum Bonn, die monatlichen Montagsvorträge der Volkssternwarte Bonn (VSB) oder das DLR-Astroseminar mit spannenden Fachvorträgen geben. Darüber hinaus möchte ich noch gesondert hervorheben, dass es von April bis Juli eine astronomische Sonderausstellung im Bonner Universitätsmuseum zu sehen gibt, und zusätzlich lockt im September ein astronomisches Wochenende, denn während am 17. September das große Stockert-Radioteleskop bei Bad Münstereifel auf den Tag genau seinen 60. Geburtstag feiert, findet tags darauf der jährliche Tag der offenen Tür der Volkssternwarte Bonn statt. Der bundesweite Astronomietag findet dieses Jahr am 19. März statt, wobei es parallel zur Himmelsbeobachtung in Sankt Augustin diesmal auch eine Teleskopaktion – bei wolkenlosem Himmel(!) – auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Alten Sternwarte) geplant ist.

Dort findet auch die öffentliche Beobachtung des astronomischen Highlights 2016 statt, denn mit geeigneten Sonnenteleskopen lässt sich am 09. Mai über viele Stunden verfolgen, wie der Planet Merkur gemütlich vor der Sonne vorbeiziehen wird; der nächste Merkurtransit ereignet sich erst 2019. Jeweils im April und Oktober mache ich auch wieder meine zwei Spaziergänge durch’s Sonnensystem am Bonner Rheinufer, für die man sich anmelden kann. Und außerdem organisiere ich als Mitglied des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) wieder die monatlichen Himmelsbeobachtungen um Halbmond auf der Poppelsdorfer Allee. Von den 12 geplanten Terminen waren 2015 immerhin 3 Abende tatsächlich wolkenlos, so dass wir unsere Teleskope dort auf der Wiese aufgebaut haben (Berichte hier und hier). Wann es dieses Jahr öffentliche Beobachtungen auf der Poppelsdorfer Allee geben soll (sofern es einen klaren Himmel gibt), ist ebenso in meiner Übersicht unter „Astrotermine für Bonn“ zu finden.

Und so startet 2016 das astronomische Veranstaltungsprogramm in Bonn: 15. Januar (Vortrag in der Reihe „Bonner Sternenhimmel“, Thema: Europäische Südsternwarte (ESO)), 16. Januar (bei klarem Himmel öffentliche Beobachtung auf der Poppelsdorfer Allee), 23. Januar (für Schüler findet die 9. Wissenschaftsrallye der Uni Bonn statt), 25. Januar (Montagsvortrag in der Volkssternwarte Bonn, Thema: Einführung in das Hobby Astronomie). In der Volkssternwarte Bonn liegt dann ab sofort auch der neue Jahresflyer aus, der bis zum Jahresende über alle Termine von Volkssternwarte Bonn und Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) auf dem Laufenden hält.

Und auch Blogger-Kollege und Wissenschaftsjournalist Daniel Fischer hat ebenfalls wieder einen umfangreichen Planer für dieses Jahr zusammengestellt. Was wird am Himmel beobachtbar sein, was für Veranstaltungs- und Raumfahrttermine gibt es und welche runden Jahrestage ereignen sich? Darüber informiert seine Übersicht „Bedeutendes am Himmel im Jahr 2016“. Für die praktische Seite des Hobbys Astronomie ist sehr das Heft „Himmels-Almanach 2016“ zu empfehlen, denn es informiert Woche für Woche kompakt und fundiert über alles, was sich so am Himmel tut.

13.01.2016

2016

  • 06.01.2016 – Dies ist die allerletzte Gelegenheit, um im Kölner Odysseum (nahe der Lanxess Arena) die astronomische Sonderausstellung „Astro-Kids“ zu besuchen; sie läuft bereits seit dem 06.12.. Wie der Name bereits verrät, richtet sie sich besonders an die kleinen Astronomie- und Weltraum-Fans und bietet an zahlreichen Stationen „Astronomie zum Anfassen und Mitmachen“. Außerdem gibt es fantastische 3D-Nahaufnahmen des Mars, aufgenommen mit der europäischen Mission Mars Express, zu bestaunen. Nähere Informationen erhalten Sie hier.
  • 16.01.2016 – Falls der Abend einen klaren Himmel verspricht, wollen Bonner Hobbyastronomen für eine öffentliche Mondbeobachtung ihre Teleskope auf der Poppelsdorfer Allee aufbauen. Ab 17 Uhr soll es losgehen. Und falls uns doch das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, gibt es 2016 noch 11 – einen pro Monat – weitere Termine zu Beobachtungsaktionen.
  • 23.01.2016 – An der 9. Wissenschaftsrallye der Uni Bonn nimmt neben zahlreichen Instituten auch wieder die Volkssternwarte Bonn (VSB) teil. Das Refraktorium auf dem Gelände der Alten Sternwarte in Poppelsdorf ist dabei eine von insgesamt 13 Stationen – bei sonnigem Wetter wird hier auch Sonnenbeobachtung möglich sein. Die Wissenschaftsrallye richtet sich vor allem an Wissenschaftsinteressierte und junge Entdecker zwischen 13 und 16 Jahren. Um die „akademische Schnitzeljagd“ zu gewinnen, müssen mindestens 10 Stationen erfolgreich absolviert worden sein.
  • 25.01.2016 – Um 18:30 Uhr findet im Vereinsgebäude der Volkssternwarte Bonn (VSB) die Eröffnung des zusammen mit dem Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) erstellten Jahresprogramms „Astronomie in Bonn 2016“. Der neue Flyer gibt bis einschließlich Dezember einen Überblick über Vorträge, öffentliche Himmelsbeobachtungen, Spaziergänge auf dem Bonner Planetenwanderweg und andere astronomische Veranstaltungen. Im Anschluss findet ab 19 Uhr der Montagsvortrag, der auch in diesem Jahr am letzten Montag im Monat astronomisch Interessierte in die Volkssternwarte Bonn einlädt.
  • 09.02.2016Paul Hombach, Sternfreund des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) und Moderator des Astronomie-TV-Formats „Sternstunde“ lädt auch 2016 wieder zu seiner beliebten Vortragsreihe in der Ahrstraße 45 ein. Wie schon in den vergangenen Jahren findet trotz Karnevalsdienstag ab 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn die erste Ausgabe im neuen Jahr von „Pauls Portables Planetarium“ statt und vielleicht gibt es auch diesmal wieder eine astronomische Büttenrede. Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos und wie immer besteht bei klarem Himmel vorher oder nachher die Möglichkeit auf einen Blick durch aufgestellte Fernrohre.
  • 13.02.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 18 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 10.03.2016 – Vor genau 20 Jahren haben Astronomen zum ersten Mal Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – sog. Exoplaneten – entdeckt. Dieses sehr interessante, weitreichende und sich rasant entwickelnde Forschungsgebiet wird Thomas Henning vom MPI für Astronomie in seinem Vortrag „Die Suche nach der zweiten Erde“ vorstellen. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr und findet im cesaer-Forschungszentrum in Bonn-Bad Godesberg statt, alle weiteren Informationen sind hier zu finden.
  • 19.03.2016 – Zum Astronomietag 2016 sind die Bonner Hobbyastronomen diesmal gleich doppelt aktiv. Zum einen gibt es ab 19 Uhr auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Argelander-Sternwarte) eine öffentliche Himmelsbeobachtung und zum anderen findet ebenfalls um 19 Uhr am Freibad Sankt Augustin erneut die öffentliche Beobachtung „Sternstunden über der Heide“ statt, wobei eine Anmeldung unter der Telefonnummer 02241/243445 erforderlich ist.
  • 05.04.2016 – Bis zum 10.05. findet in Köln-Porz das jährliche DLR-Astroseminar statt, die Vorträge beginnen jeweils um 15:30 Uhr. Bei der sechswöchigen Vortragsreihe geht es diesmal um Europas Griff nach den Sternen, wobei aktuelle und geplante Projekte wie Planck, Rosetta, Gaia, das Riesenteleskop E-ELT, Euclid und PLATO vorgestellt werden. Nähere Hinweise zu den Vorträgen und zur Anmeldung finden Sie hier.
  • 16.04.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 20 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 23.04.2016 – Ich biete erneut eine astronomische Stadtführung durch unser Sonnensystem an. Dabei geht es entlang der Planetenwanderwegs am Bonner Rheinufer. An den einzelnen Stationen gibt es Erläuterungen und auch sonst dürfen gerne Schwarze Löcher in den Bauch gefragt werden. Wer gerne am Spaziergang durch das Sonnensystem teilnehmen möchte, meldet sich einfach bei mir unter schmidt.nico ät gmx.net. Start ist um 15 Uhr an der „Sonne“ nahe des WCCB am Rheinufer.
  • 30.04.2016 – Im Deutschen Museum Bonn gibt es wieder eine Ausgabe von „Pauls Portables Planetarium“ – inkl. Himmelsbeobachtung bei hoffentlich wolkenlosem Himmel. Diesmal findet die Veranstaltung schon um 16 Uhr „speziell für Kinder und Familien“ statt.
  • 09.05.2016 – Der Merkurtransit ist das astronomische Highlight 2016! Dabei zieht viele Stunden lang der Planet Merkur über die Sonnenscheibe hinweg. Der Venustransit 2012 war leider von Bonn aus wegen dichter Bewölkung unbeobachtbar, aber hoffentlich haben wir bei Merkur größeres Wetterglück. Da für die Beobachtung nur sichere Sonnenteleskope geeignet sind, bieten Hobbyastronomen von der Volkssternwarte Bonn (VSB) und des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) eine öffentliche Beobachtung ab 13 Uhr auf der Poppelsdorfer Allee an. Offiziell geht die Beobachtungsaktion bis 17:30 Uhr.
  • 14.05.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 21 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 11.06.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 20 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 26.06.2016 – Erneut findet zum Sommeranfang der „International Sun-Day“, eine globale öffentliche Sonnenbeobachtung passend zum längsten Tag des Jahres, statt. Auch diesmal sind Bonner Hobbyastronomen dabei und wollen auf der Poppelsdorfer Allee, auf Höhe der Alten Sternwarte, ihre Sonnenteleskope auf unseren Heimatstern richten und so allen Interessierten die Sonne näher bringen. Die öffentliche Beobachtung beginnt um 14 Uhr und findet natürlich nur bei geeignetem Wetter statt.
  • 05.07.2016 – Hobbyastronom, Improkünstler, Pianist und Moderator Paul Hombach lädt um 19 Uhr zu seiner Sommerausgabe von „Pauls Portables Planetarium“ im Deutschen Museum Bonn ein. Und bei klarem Himmel wird direkt vor der Museumstür auch Sonnenbeobachtung geboten.
  • 16.07.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 22 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 13.08.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 21 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 10.09.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 20 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 17.09.2016 – Das 25-Meter-Radioteleskop auf dem kleinen Eifelberg Stockert, bei Bad Münstereifel gelegen, feiert genau an diesem Tag seinen 60. Geburtstag. Es wurde dort ab 1955 von der Uni Bonn errichtet und am 17.09.1956 offiziell eingeweiht, zudem gilt es als Vorgänger des nahe gelegenen größeren 100-Meter-Radioteleskops Effelsberg. Zu diesem feierlichen Anlass öffnet das Stockert-Radioteleskop seine Türen für alle technisch und wissenschaftlich Interessierten, es sind Vorträge geplant und u.a. können Sie die Sonne mit speziellen Sonnenteleskopen beobachten und gleichzeitig mit einem Radioteleskop „sehen“.
  • 18.09.2016 – Im Kuppelgebäude neben der alten Argelander-Sternwarte findet der Tag der offenen Tür 2015 der Volkssternwarte Bonn (VSB) statt. Ab 11 Uhr gibt es allgemeinverständliche Vorträge, bei schönem Wetter eine Sonnenbeobachtung und natürlich stehen die Hobbyastronomen für Fragen aller Art zur Verfügung – es dürfen gerne Schwarze Löcher in den Bauch gefragt werden.
  • 08.10.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 19 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 05.11.2016 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 17 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 08.11.2016 – Auch die letzte Ausgabe für 2016 von „Pauls Portables Planetarium“ findet wie immer ab 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn statt. Und wie immer ist der Eintritt natürlich frei und es besteht die Möglichkeit auf Himmelsbeobachtung.
  • 03.12.2015 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 17 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.

Die vorletzte(?) „Sternstunde“-Ausgabe ist online

„Sternstunde“ bei einer öffentlichen Beobachtung zum Astronomietag

„Sternstunde“ bei der Mondfinsternis-Beobachtung in Bonn

Seit Januar 2015 erscheint immer zum Monatsersten eine Ausgabe der großartig gemachten Astronomie-Sendung „Sternstunde“ (www.sternstunde-online.de, alle Videos auf Youtube, Twitter), doch die neue November-Folge könnte leider auch die vorletzte Ausgabe sein. Das abwechslungsreiche und informtive Magazin richtet sich vor allem an Hobbyastronomen und bietet jeden Monat aktuelle Einblicke in die internationale Forschung sowie in die deutsche Amateurszene. Ob im Sternenpark Eifel, beim Astronomietag 2015, in einer großen Weltraum-Ausstellung, bei einer Mondfinsternis-Beobachtung, am höchsten Punkt des 100-Meter-Radioteleskops Effelsberg, im Planetarium Bochum oder im Kontrollzentrum des Kometenlanders Philae – überall war das „Sternstunde“-Team schon unterwegs und führte viele Interviews mit Hobbyastronomen, Fachastronomen, Raumfahrtexperten und Astronauten. Und so aufwendig die Produktion auch ist, geschah am Ende doch alles ehrenamtlich. Und sofern sich nicht ein oder mehrere Sponsoren finden, die das Projekt finanziell unterstützen, wird die Dezember-„Sternstunde“ leider auch die letzte Ausgabe sein. Deshalb heißt es: „Dies ist die vorletzte „Sternstunde“. Leider haben wir es bisher immer noch nicht geschafft Sponsoren zu finden, die dafür sorgen, dass die Produktion der „Sternstunde“ auch 2016 weiter geht. Deshalb in dieser „Sternstunde“: Ein kleiner Beitrag in eigener Sache und die Bitte uns bei der Sponsorensuche zu helfen und Kontakt zu möglichen Sponsoren herzustellen. Sonst ist die nächste Sternstunde leider die letzte, die produziert wird.“ Und gibt es in der aktuellen Ausgabe auch einen speziellen Aufruf (Video oben), in der Michaela Edmundts von der Produktionsfirma mindandvision.tv einige Hintergründe erläutert.

So kann ich mich auch nur dem „Sternstunde“-Team um Paul Hombach und Daniel Fischer anschließen: „Die neue Sternstunde – Ausgabe November 2015 ist da! Bitte teilt diesen Facebook-Beitrag so oft wie möglich, damit möglichst viele Menschen zuschauen.“ Themen der aktuellen Sendung sind u.a. der gewaltige Sternkatalog des ESA-Satelliten Gaia und der zum Medienstar gewordene rätselhafte Kepler-Stern KIC 8462852. Und Hobbyastronom und Astrofotograf Julian Weßel erzählt, wie ihm am 09. Juni bei Bottrop die weltweit erste Transitaufnahme von der Raumstation ISS vor dem Jupiter gelang. Am Ende gibt es wie immer noch die monatliche Himmelsvorschau sowie Bilder und Videos von Zuschauern.

01.11.2015

2015

  • 24.01.2015 – Falls der Abend einen klaren Himmel verspricht, wollen Bonner Hobbyastronomen für eine öffentliche Mondbeobachtung ihre Teleskope auf der Poppelsdorfer Allee aufbauen. Ab 18 Uhr soll es losgehen. Und falls uns doch das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung macht, gibt es 2015 noch 11 – einer pro Monat – weitere Termine zu Beobachtungsaktionen.
  • 26.01.2015 – Um 18:30 Uhr findet im Vereinsgebäude der Volkssternwarte Bonn (VSB) die Eröffnung des zusammen mit dem Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) erstellten Jahresprogramms „Astronomie in Bonn 2015“. Der neue Flyer gibt bis einschließlich Dezember einen Überblick über Vorträge, spezielle Aktionen zur Sonnen- sowie Mondfinsternis, Spaziergänge auf dem Bonner Planetenwanderweg und andere astronomische Veranstaltungen. Im Anschluss findet an diesem Abend der Montagsvortrag „Lichtverschmutzung und der Sternenpark Eifel“ statt – passend zum von der UNESCO ausgerufenen „Internationalen Jahr des Lichts“.
  • 04.02.2015 – Im Rahmen der sehenswerten Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ findet in der Bundeskunsthalle ein Science-Slam statt. Hier werden auf unterhaltsame Weise interessante Beiträge zum Thema Weltraum zu hören sein, der Einlass beginnt um 18:15 Uhr.
  • 17.02.2015Paul Hombach, Sternfreund des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) und Moderator des Astronomie-Web-TV-Formats „Sternstunde“ lädt auch 2015 wieder zu seiner beliebten Vortragsreihe in der Ahrstraße 45 ein. Wie schon in den vergangenen Jahren findet trotz Karnevalsdienstag ab 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn die erste Ausgabe im neuen Jahr von “Pauls Portables Planetarium” statt und vielleicht gibt es auch diesmal wieder eine astronomische Büttenrede. Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos und wie immer besteht bei klarem Himmel vorher oder nachher die Möglichkeit auf einen Blick durch aufgestellte Fernrohre.
  • 22.02.2015 – Das ist die letzte Möglichkeit in der Bonner Bundeskunsthalle die großartige Ausstellung „Outer Space – Faszination Weltraum“ zu besuchen. Zehntausende Kunstinteressierte und Weltraumfans haben sich hier in der 4 ½-monatigen Ausstellungszeit in die unendlichen Weiten des Kosmos entführen lassen und konnten sich zugleich davon überzeugen, dass Wissenschaft und Kunst viel mehr gemeinsam haben als man allgemein annimmt.
  • 28.02.2015 – Bis zum 22.03. findet im Walzwerk Pulheim die Ausstellung „Dialog der Sterne“ statt, in der sich Astronomie und Kunst begegnet. Unterstützt wird die dreiwöchige Schau durch den Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) und die Volkssternwarte Köln, die an fünf Terminen öffentliche Himmelsbeobachtungen anbieten. Die Ausstellung im Walzwerk-Atelier ist täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet.
  • 20.03.2015 – Die totale Sonnenfinsternis wird zwar nur über dem Nordatlantik in ihrer ganzen Pracht zu sehen sein, allerdings ergibt sich für Bonn ein Bedeckungsgrad von immerhin 77 Prozent. Mit der partiellen Sonnenfinsternis beginnt zugleich der bundesweite Astronomietag 2015, der natürlich auch wieder in Bonn stattfindet. Morgens um halb 10 in Bonn beginnt die partielle Phase, die um 10:37 Uhr ihr Maximum erreicht. Die Veranstaltung findet bei der Volkssternwarte Bonn (VSB) statt.
  • 21.03.2015 – An Tag 2 des Astronomietags 2015 bieten Bonner Sternfreunde auf der Wiese der Poppelsdorfer Allee eine öffentliche Sonnenbeobachtung an. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und findet nur bei sonnigem Wetter statt.
  • 22.03.2015 – Hobbyastrononomen der Volkssternwarte Bonn (VSB) und des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) laden zu einer öffentlichen Beobachtung des Abendhimmels ein. Die Veranstaltung „Sternstunden über der Heide“ findet am Freibad Sankt Augustin statt und beginnt um 19:30 Uhr, eine Anmeldung unter der Telefonnummer 02241/243445 ist erforderlich.
  • 28.03.2015 – Wie schon im März 2014 nehmen Bonner Sternfreunde an einer ISAN (International Sidewalk Astronomy Night) genannten globalen öffentlichen Himmelsbeobachtung teil. Meinem Aufruf waren im letzten Jahr viele Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA) gefolgt, so dass bei schönstem Wetter insgesamt 11 Teleskope auf der Poppelsdorfer Allee aufgebaut waren. Wenn bei wolkenlosem Wetter die weltweite Bürgersteig-Astronomie-Nacht in Bonn in die zweite Runde geht, stehen vor allem der Halbmond mit seinen unzähligen Kratern und der Riesenplanet Jupiter mit seinen vier hellsten Monden auf dem Beobachtungsprogramm. Die Fernrohre werden ab 18:30 Uhr aufgebaut.
  • 14.04.2015 – Bis zum 19.05. findet in Köln-Porz das jährliche DLR-Astroseminar statt, die Vorträge beginnen jeweils um 15:30 Uhr. Die sechswöchige Vortragsreihe steht diesmal unter dem Titel „Wegbereiter der modernen Astrophysik“ und stellt dabei u.a. große Persönlichkeiten wie Isaac Newton, William Herschel und Immanuel Kant vor.
  • 25.04.2015 – Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der vom 29. Mai bis 11. November 2014 an Bord der ISS war, wird für einen Vortrag inkl. Autogrammstunde dem Technikmuseum Speyer einen Besuch abstatten. Im Technikmuseum befindet sich mit „Apollo and Beyond“ auch Europas größte Weltraumausstellung. Das Museum hat an 365 Tagen im Jahr ab 9 Uhr geöffnet.
  • 08.05.2015 – Im Deutschen Museum Bonn gibt es wieder eine Ausgabe von “Pauls Portables Planetarium” – inkl. Himmelsbeobachtung bei hoffentlich wolkenlosem Himmel. Diesmal findet die Veranstaltung schon um 17 Uhr an einem Freitag „speziell für Kinder und Familien“ statt.
  • 21.06.2015 – Erneut findet zum Sommeranfang der „International Sun-Day“, eine globale öffentliche Sonnenbeobachtung passend zum längsten Tag des Jahres, statt, wobei zum ersten Mal auch Bonner Hobbyastronomen teilnehmen werden. Mitten auf der Poppelsdorfer Allee, auf Höhe der Alten Sternwarte, wollen sie ihre Sonnenteleskope auf unseren Heimatstern richten und so allen Interessierten die Sonne näher bringen. Die öffentliche Beobachtung beginnt um 14 Uhr und findet natürlich nur bei geeignetem Wetter statt, mit hoffentlich mehr Sonnenschein als beim letztjährigen „Internationalen Tag der Sonne“ bei der Firma Bresser.
  • 23.06.2015 – Hobbyastronom, Improkünstler, Pianist und Moderator Paul Hombach lädt um 19 Uhr zu seiner Sommerausgabe von “Pauls Portables Planetarium” im Deutschen Museum Bonn ein. Und bei klarem Himmel wird direkt vor der Museumstür auch Sonnenbeobachtung geboten.
  • 20.09.2015 – Es es wieder soweit. Alle zwei Jahre veranstaltet der DLR-Standort in Köln-Porz einen Tag der offenen Tür und lädt von 10 bis 18 Uhr zum „Tag der Luft- und Raumfahrt“ ein. Auf dem DLR-Gelände und dem angrenzenden Militär-Flughafen gab es 2011 für rund 85.000 bzw. 2013 für gut 30.000 Besucher Forschung und Technik zum Anfassen. Und auch dieses Mal sind Bonner Sternfreunde mit einem Stand vertreten und werden bei hoffentlich wolkenlosem Himmel Sonnenbeobachtung anbieten. Mehr Wolken als 2013 gehen ja fast gar nicht.
  • 23.09.2015 – Die im Deutschen Museum Bonn stattfindende Vortragsreihe „Neues aus dem All“ widmet sich in diesem Jahr drei großen Persönlichkeiten der Astronomiegeschichte in der Bonner Region. Es wird dabei um den rheinländischen Astronomen Schall von Bell in China (23.09.), den Bonner Astronomen Küstner (21.10.) und um Leo Brandt, einem Pionier der Radioastronomie (02.12.), gehen. Die Vorträge im Museum beginnen jeweils um 19 Uhr.
  • 27.09.2015 – Im Kuppelgebäude neben der alten Argelander-Sternwarte findet der Tag der offenen Tür 2015 der Volkssternwarte Bonn (VSB) statt. Es gibt allgemeinverständliche Vorträge, bei schönem Wetter eine Sonnenbeobachtung und natürlich stehen die Hobbyastronomen für Fragen aller Art zur Verfügung – es dürfen gerne Schwarze Löcher in den Bauch gefragt werden.
  • 28.09.2015 – Trotz nachtschlafender Zeit – die letzte vollständig beobachtbare totale Mondfinsternis bis 2029 findet leider in der zweiten Nachthälfte statt – laden Bonner Hobbyastronomen ab 3 Uhr zu einer öffentlichen Mondfinsternis-Beobachtung ein. Die Veranstaltung findet am Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) in Bonn-Endenich statt.
  • 10.11.2015 – Auch die letzte Ausgabe für 2015 von „Pauls Portables Planetarium“ findet wie immer ab 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn statt. Und wie immer ist der Eintritt natürlich frei und es besteht die Möglichkeit auf Himmelsbeobachtung.
  • 16.11.2015 – In Köln heißt es in der Zentralbibliothek (am Neumarkt) erneut „Lichtjahre voraus – Weltraumforschung in Köln“, wobei es diesmal u.a. um Raumfahrtmedizin und die europäische Kometen-Mission Rosetta gehen wird. Beginn ist um 19 Uhr, die Veranstaltung ist kostenfrei.
  • 21.11.2015 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 18 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.
  • 24.11.2015 – Vor gut einem Jahr landete man mit einer europäischen Mission erstmals auf einem Kometenkern. Rosetta umkreist immer noch den Kometen, dafür hat die Landeeinheit Philae mit einigen Problemen zu kämpfen. Was sich in den vergangenen 12 Monaten getan hat, darüber wird Harald Krüger, Chefwissenschaftler eines Experiments des Landers Philae, aus erster Hand berichten. Der Vortrag findet ab 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn statt.
  • 26.11.2015 – Ab 13 Uhr beginnt an der FH Aachen das 28. Raumfahrt-Kolloquium, welches diesmal astrobiologische Fragestellungen zum Thema hat: „Leben im Universum!?“
  • 30.11.2015 – In diesem Jahr wartet der letzte Montagsvortrag in der Volkssternwarte Bonn (VSB) mit den atemberaubenden Zeitraffer-Himmelsaufnahmen des Kölner Fotografen Bernd Pröschold auf. Seine bewegten Aufnahmen – „Sternstunden“ genannt – zeigen wunderschöne Phänomene wie das Polarlicht, die Milchstraße und den Lauf der Gestirne über nächtlicher Landschaft. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr und kostet 2 Euro, für Vereinsmitglieder ist er kostenlos.
  • 02.12.2015 – Der letzte Vortrag der Reihe „Neues aus dem All“ befasst sich mit Leo Brandt, der Politiker, Wissenschaftsförderer und Initiator der Radioastronomie in Deutschland war. Der kostenlose Abendvortrag beginnt um 19 Uhr im Deutschen Museum Bonn.
  • 06.12.2015 – Einen Monat lang findet bis zum 06.01. im Kölner Odysseum (nahe der Lanxess Arena) die Sonderausstellung „Astro-Kids“ statt. Wie der Name bereits verrät, richtet sie sich besonders an die kleinen Astronomie- und Weltraum-Fans und bietet an zahlreichen Stationen „Astronomie zum Anfassen und Mitmachen“. Außerdem gibt es fantastische 3D-Nahaufnahmen des Mars, aufgenommen mit der europäischen Mission Mars Express, zu bestaunen. Nähere Informationen erhalten Sie hier.
  • 09.12.2015 – Am Vorabend der alljährlichen Verleihung der Nobelpreise findet ab 19 Uhr im Wolfgang-Paul-Hörsaal der Uni Bonn ein Vortrag zum Physik-Nobelpreis 2015 statt. Wie der Vortragstitel „Auf der Spur der geisterhaften, wandelbaren Neutrinos“ verrät, geht es dabei um das höchst seltsame Teilchen namens Neutrino, dass auch Astronomen sehr interessiert.
  • 19.12.2015 – Bei einem wolkenlosen Abendhimmel bieten Bonner Hobbyastronomen ab 17 Uhr erneut eine öffentliche Mondbeobachtung auf der Poppelsdorfer Allee (auf Höhe der Sternwarte) an.

Lift-off für die großartige Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ in Bonn

Im August 2011 hörte ich zum ersten Mal von der geplanten Weltraum-Ausstellung in der Bundeskunsthalle und je näher der Oktober 2014 rückte, desto mehr stieg die Vorfreude auf „Outer Space – Faszination Weltraum“. Besonders durch Interviews mit den beiden Kuratoren Stephan Andreae (auch für meinen Blog) und Claudia Dichter, die Landung der Liberty Bell 7 oder der Ariane 5 mitten in Bonn, und erst recht durch den Pressetermin Ende August, wo die Ausstellung erstmals ausführlich vorgestellt wurde. Und dann war er tatsächlich da: der 02. Oktober, an dem zunächst die Presse und abends zu der Eröffnungsveranstaltung auch die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt die unendlichen Weiten von 15 Ausstellungsräumen entdecken konnte. Drei Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA)Paul Hombach, Daniel Fischer und ich – nutzten so gleich mehrfach die Gelegenheit in den „Outer Space“ abzuheben und mischten sich schon vormittags unter die Leute von Funk und Fernsehen.

Extra für den Eröffnungstag hatte das DLR noch ihren aufblasbaren Astronauten mitgebracht und im Foyer des Museums gab es bereits eine detailgetreue ISS eines Modellbauers aus Niederkassel zu entdecken. Wie passend zum Tor zu den Sternen wartet vor der Tür zur Ausstellung ein Space Shuttle inkl. Crawler aus Schaumpappe eines New Yorker Künstlers, ein paar Schritte weiter schwebt man dann schon schwerelos durch den Weltraum und reist mit ihm gleichermaßen durch die Menschheitsgeschichte. Die nachfolgenden 18 Bilder sind nur eine kleine Auswahl meiner Fotos, zeigen aber sehr schön, wie breit gefächert das Spektrum in der wunerbaren Ausstellung ist und wie gekonnt die Macher und Kuratoren von „Outer Space – Faszination Weltraum“ ihr Leitmotiv „Der Weltraum zwischen Kunst und Wissenschaft“ umgesetzt haben.

Kunstgeschichte, Raumfahrtgeschichte, Astronomiegeschichte, Technikgeschichte, Science-Fiction-Geschichte und zeitgenössische Kunst – diese sprichwörtlich All-umfassende Ausstellung verbindet einfach All-es. Oder wie es schon die „Welt am Sonntag“ so treffend formulierte: „“Outer Space“ ist eine unverwechselbare Schau geworden, weil sich hier Fakten und Fiktion, Kunst und Wissenschaft wirklich auf Augenhöhe begegnen.“ Schon im ersten Ausstellungsraum trifft man auf den bekannten Meteoriten Ensisheim, das Universum in der Nußschale, die Himmelsscheibe von Nebra und die wunderschöne „Die Geburt der Milchstraße“ von Rubens. Davor steht eine leere Vitrine, in die am 08. Dezember der deutsche Astronaut Alexander Gerst eine zur ISS mitgenommene Bundesbiene vom Dachgarten, legen wird. Im nächsten Raum steht eine kaputte und verbeulte Spitze einer V2, die auf mich eher wie ein Kunstgegenstand wirkte. Auf der großen Wand hinter ihr läuft ein Countdown für eine Sojus in Baikonur in Endlosschleife ab und regelmäßig ist der krachende Lärm des Raketenstarts in der ganzen Ausstellung zu hören. Hier finden sich auch Visionär Oberth, Pionier von Braun und Psychiatriepatient Janke, dessen Raumfahrt-Visionen nie die DDR-Anstaltsmauern verlassen hatten. Wie die Wissenschaft die Kunst beeinflusst, sieht man aber noch an vielen Stellen in den insgesamt 15 Ausstellungsräumen. Ob eine strahlende Sonne oder gleich das ganze expandierende Universum, ob Briefe von sterbenden Sternen oder eine sehr assoziative Installation in Form eines Bettes, „in dem Neil Armstrong in seiner ersten Nacht nach der Rückkehr vom Mond schlief“ (so der vollständige Name) – der Weltraum beflügelt auch heute noch Künstler auf der ganzen Welt. Und in diesem wunderbaren Kontext zeigt sich selbst das Triebwerk einer Ariane 4 von seiner künstlerischen und ästhetischen Seite, man hat kaum mehr eine Vorstellung davon, dass diese Ingenieurskunst eigentlich über 2 Millionen PS Leistung liefert.

Angesichts von gezeichneten Marskarten, bemalten Himmelsgloben, alten Teleskopen, gedruckten Sternkarten und den ersten Mondzeichnungen, die vom Künstler Galileo Galilei stammen, wird ebenfalls deutlich, dass frühere Astronomen in gewisser Weise auch künstlerisch arbeiteten. Galileis Darstellungen, enthalten in einer Ausgabe von 1953 seines berühmten „Siderus Nuncius“, sind außerdem mit einem Gemälde seines Prozesses von 1633 und einem formatfüllenden Foto des Jupitermonds Io sehr schön in Szene gesetzt. Und mit Aquarellfarben gestaltete Entwürfe für die sowjetische Raumfahrt ist zu sehen, dass Kunst und Wissenschaft/Technik selbst in der Gegenwart nicht so weit auseinander liegen wie man zuerst vermutet. Zwar ist die 1964 skizzierte „Lunniy Korabl“ nie auf dem Mond gelandet und dennoch erhält man mit diesen Arbeiten Galina Balaschowas Einblicke in einen völlig unbekannten Aspekt der bemannten Raumfahrt. In der Ausstellung wird an vielen Stellen mit zahlreichen interessanten Exponaten – u.a. mit verschiedenen Raumanzügen, tierischen Raumfahrt-Pionieren, der bekannten weißen Weste zu Apollo 13, Sigmund Jähns Experimenten oder Reinhold Ewalds Socken – Raumfahrt präsentiert. Für Technikfreunde wie für Geschichtsinteressierte dürfte die Mercury-Kapsel Liberty Bell 7 ein Highlight darstellen, mit dem gleichermaßen an den tragischen Helden Gus Grissom erinnert wird. Mit dieser kleinen Kapsel wurde Grissom im Juli 1961 während einer 15-minütigen Mission zum zweiten Amerikaner im Weltraum. Und wenn man schließlich davor steht, kommt einem plötzlich wieder John Glenns amüsanter Satz in den Sinn: „You don’t climb into the Mercury spacecraft, you put it on.“

In „Outer Space – Faszination Weltraum“ hat natürlich auch die Science-Fiction ihren festen Platz. Von E.T. über die ikonische Horrorgestalt des in diesem Jahr verstorbenen H. R. Giger aus den „Alien“-Filmen bis zum berühmten Bügeleisen des TV-Raumschiffs Orion ist hier einiges zu finden. Und C3Po aus „Star Wars“ habe ich auch noch nie so glänzend gesehen, im richtigen Winkel zum spiegelnden Glas kommt er sogar besonders strahlend zur Geltung. Eine Science-Fiction-Geschichte von 1629 – Francis Godwins „The Man in the Moone“ („Der Mann im Mond“) – ist sogar Ausgangspunkt eines skurrilen Projekts der Kölner Künstlerin Agnes-Meyer-Brandis geworden. Sie beobachtete die Aufzucht von elf Gänsen vom Schlüpfen aus ihren Eiern, die sie mit Namen aus der Raumfahrt (z.b. Buzz, Valentina, Konstantin, Friede) beschriftete, bis zur Flugtauglichkeit. Denn im norditalienischen „Spaceport Pollinaria“ will die Gänsemutter sie ganz nach der literarischen Vorlage zu Mondgänsen ausbilden. Und auch in diesem Ausstellungsraum verschwimmen wiederum Fiktion und Wirklichkeit, wenn man nebeneinander eine Gänsefeder und ein Foto von Apollo 15 mit der bekannten Feder-Hammer-Demonstration auf dem Mond sieht. In den zwei übrigen von Künstlern gestalteten Räumen wird an den ersten Toten der Raumfahrt, Wladimir Komarow, gedacht und mit der Installation „The Man Who Flew into Space from his Apartment“ sieht man, wie sich jemand direkt durch die Zimmerdecke in den Weltraum katapultiert hat und so zugleich dem Kommunismus entkam.

Durch seinen interaktiven Charakter ist der rötlich glänzende Himmelsglobus für mich definitiv das Highlight der großartigen Bonner Weltraum-Ausstellung. Diese aus Kirschholz gefertigte Kugel besteht aus insgesamt 2.800 Holzstücken, die der in Düsseldorf lebende japanische Künstler Hiroyuki Masuyama drei Monate lang geschliffen und poliert hat. Die Kugel misst zwar nur 1,9 Meter im Durchmesser, doch ich empfehle jedem, der nicht allzu klaustrophisch veranlagt ist, dort hineinzugehen. Wenn man durch die kleine Luke in das Schwarze Loch steigt und die Klappe hinter einem blickdicht schließt, ist man plötzlich in der stockfinsteren Nacht von 30.000 Sternen umgeben. Tausende in das Holz gestochene Löcher mit Glasfasern machen das Universum in der Holzkugel möglich. Wenn man sich am Himmel auskennt, reicht ein gefundenes Sternbild zur Orientierung und man findet weitere. Und wie mein Bild zeigt, kann man den Großen Wagen inkl. Polarstern hier sogar am Taghimmel fotografieren. Wie in einer Höhle hallt es in dem Himmelsglobus, was die Naturerfahrung noch lebendiger macht. Unzählige Sterne über dem Kopf, zu den Seiten und unter einem; man sitzt oder liegt also tatsächlich auf den Sternbildern des Südhimmels. Ich kam mir wie in einer engen, kleinen Raumkapsel vor und hatte gleichzeitig – egal wohin ich sah – die unendlichen Weiten des Nachthimmels vor Augen und doch die Sterne wirklich zum Greifen nah! Es ist wie beim echten Sternhimmel: Sowas lässt sich schwer in Worte fassen, jeder muss ihn für sich selbst entdecken. Die paar Minuten vergingen wie im Flug – hallo Relativitätstheorie – und schon ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen. Dieses Kunstobjekt ist ein fantastisches Naturerlebnis!

Zwischen meinen beiden Vorbesichtigungen der Ausstellung fand noch eine Pressekonferenz statt. Für das DLR, das mit 13 Exponaten in der Schau vertreten ist, war Sabine Hoffmann, Leiterin der Abteilung Kommunikation, anwesend. Mit einem Zitat Albert Einsteins brachte sie das Leitmotiv von „Outer Space“ sehr schön zum Ausdruck: „Das Schönste, was wir erfahren können, ist das Mysteriöse. Es ist der Quell aller wahren Kunst und Wissenschaft.“ Erwähnung fand auch der Rosetta-Lander Philae, den sie als „ingenieurwissenschaftliche Kunst“ bezeichnete und zu dessen Landung auf dem Kometen am 12. November auch in der Bundeskunsthalle eine Veranstaltung stattfindet. Anschließend berichtete Kuratorin Claudia Dichter ausführlich über die Entstehung der Weltraum-Ausstellung. Sie erläuterte nochmal, dass es ihr und ihrem Kollegen Stephan Andreae nicht so sehr um Fakten und Wissen ging, vielmehr sollte das „Faszinosum“ im Mittelpunkt stehen. Für die Kunsthistorikerin ist der Weltraum und die damit verbundene Neugier und der Forschergeist seit Menschengedenken eine „anthropologische Konstante“. Wie mir beim zweiten Gang durch die Ausstellung klar wurde, lässt sich das auch von der Kunst sagen, denn schon seit jeher formt und baut der Mensch mit seinen Händen. So sind in meinen Augen die anthropologischen Konstanten Kunst und Wissenschaft noch mehr miteinander verbunden.

Dichter erzählte auch, wie am Vortrag der deutsche Raumfahrer Reinhold Ewald mit „leuchtenden Augen“ aus dem hölzernen Himmelsglobus stieg und den Anblick mit „schwarzem Samt“ verglich; so wie tatsächlich Astronauten den im All sichtbaren Sternhimmel beschreiben. Während der Pressekonferenz gab es auch Beifall, als die Kuratorin auf die mit Aquarellfarben gestalteten Raumfahrt-Entwürfe von Galina Balaschowa zu sprechen kam. Die 83-Jährige und ihr Enkel waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt und einige Tage zuvor aus Moskau angereist. Balaschowa, über die diesen Monat auch ein Buch erschienen ist, studierte ab 1949 Architektur und arbeitete ab Herbst 1964 als Innenarchitektin für die sowjetische Raumfahrt, wobei sie beispielsweise die funktionale Innenraumgestaltung für die Sojus-Kapsel und die Raumstation Mir entwarf. Nach Bonn durfte sie nur Skizzen mitbringen, die sie aber vor Ort nachkoloriert hat und so sind echte Originale in der Ausstellung zu sehen.

Am Abend hatte die Eröffnung der Weltraum-Ausstellung dann ihren öffentlichen Höhepunkt. Die eingeladenen deutschen Astronauten Ewald und Thiele kamen wegen Staus leider zu spät, was aber ein perfekten Auftakt zur Veranstaltung lieferte. Denn als die beiden Kuratoren im August 2010 im Stau standen, wurde die Idee zu „Outer Space – Faszination Weltraum“ geboren. Und so bekommt Bonn nun endlich die Ausstellung, die es schon vor beinahe 25 Jahren geben sollte, denn bereits damals zur Eröffnung des Museums wollte man eine interdisziplinäre Schau zum Thema Weltraum zeigen. Dazu kann ich nur sagen: Das Warten hat sich mehr als gelohnt! Zum Abschluss der einstündigen Veranstaltung gab’s noch einen aufgezeichneten Gruß von Alexander Gerst, der die in Acryl gegossene Bundesbiene schwerelos durch den Raum schweben ließ und die er zu seiner Welcome-Home-Party am 08. Dezember in ihre Vitrine legen wird. Damit war dann „Outer Space – Faszination Weltraum“ auch für die Öffentlichkeit geöffnet.

Die sehenswerte Ausstellung ist jetzt noch genau vier Monate lang bis zum 22. Februar 2015 in Bonn zu sehen und ein unbedingtes Muss für jeden, der sich in irgendeiner Form für den Weltraum interessiert. Es lohnt sich nicht etwas speziell hervorzuheben, denn hier passt einfach alles perfekt zusammen – besonders Kunst und Wissenschaft.

22.10.2014

„Der Weltraum zwischen Kunst und Wissenschaft“ in der Bundeskunsthalle

Es sind nur noch etwas mehr als 5 Wochen, bis man in der Bonner Bundeskunsthalle die unendlichen Weiten des Weltraums „zwischen Kunst und Wissenschaft“ entdecken kann. Die große Weltraum-Ausstellung „Outer Space“ öffnet am 03. Oktober ihre Türen und stellte sich gestern Nachmittag mit einem Pressetermin zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Das DLR in Köln-Porz hatte dazu in das High-Tech-Raumfahrtmedizin-Forschungszentrum Envihab eingeladen. Bevor es losging, konnte man im Foyer zunächst eine Sojus-Kapsel mit Alexander Gerst oder das 1:2-Modell des Rosetta-Kometenlanders Philae begutachten; direkt daneben lief die 1993 wiederentdeckte und bis 2010 restaurierte handkolorierte Fassung des Georges-Méliès-Klassikers „Die Reise zum Mond“ von 1902. Kurz bevor die Pressekonferenz startete, ließ sich DLR-Chef Wörner für einen Fotografen auch neben Alexander Gerst ablichten.

Zu Wörners Linken hatten am Tisch der Intendant der Bundeskunsthalle, Rein Wolfs, sowie die beiden Kuratoren der Ausstellung, Stephan Andreae und Claudia Dichter, Platz genommen. Anfangs schien das große DLR-Medizinlabor als Ort des Pressetermins für eine Kunstausstellung schon etwas  ungewöhnlich, doch schon zu Beginn stellte es sich als passende Wahl raus. Mit den Modellen im Foyer in Sichtweite verwies der DLR-Chef auf die beiden für Deutschland wichtigen Missionen von Rosetta und Alexander Gerst, die genau in den Zeitraum der Ausstellung fallen. Die Kometenlandung von Philae, die für den 11. November geplant ist, wird mit einer Liveübertragung ebenso in das Programm von „Outer Space – Faszination Weltraum“ aufgenommen, wie der Astronaut Alexander Gerst, für den es eine Welcome-Home-Party am 08. Dezember gibt. Er soll dann auch die für die Bundeskunsthalle zur ISS mitgenommene Bonner Biene als besonderes Exponat der Ausstellung übergeben. Außerdem wurde betont, dass Raumfahrt auch eine „Kulturaufgabe“ ist, was auf sehr vielfältige Weise in der bis zum 22. Februar laufenden Schau gezeigt werden soll. Zudem zeigte sich der Intendant erfreut, dass „Outer Space“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel unter der Schirmherrschaft eines Physikers steht, und so hofft man, dass sie auch der interdisziplinären Weltraum-Ausstellung einen Besuch abstatten wird.

Mit rund 40 Minuten Redezeit hatten die Ausstellungsmacher den Löwenanteil der Pressekonferenz, wobei die Kuratoren ausführlich die 12 Themenräume und die 3 von Künstlern gestalteten Räume, wo man u.a. mit einer Traktorsitz-Konstruktion direkt durch die Zimmerdecke in den Weltraum katapultiert wird, vorstellten. Bei den gezeigten Beispielen zu den jeweiligen Räumen zeigte sich sofort der hybride Charakter der Ausstellung. „Da trifft Rubens auf ET, zeitgenössische Künstler auf historische Instrumente, der Meteorit von Ensisheim auf das berühmte Bügeleisen aus dem Raumschiff Orion“, fasst es Hobbyastronom Paul Hombach treffend zusammen. Und wenn man in einer Ausstellung R2D2, C3PO und andere Figuren aus Science-Fiction-Filmen begegnet und gleichzeitig das sprichwörtliche Universum in der Nussschale oder Exponate zur Geschichte der Astronomie (es gibt Leihgaben des Bonner Argelander-Instituts für Astronomie (AIfA)) und Raumfahrt (u.a. Druckanzüge, Eugene Kranz‘ Weste oder die Socken von Astronaut Reinhold Ewald) entdecken kann, dann lässt sich „Outer Space“ schon jetzt als All-umfassend bezeichnen (ebenso an den Pressefotos erkennbar). Selbst für die Audioführungen konnten Alexander Gerst (vor seiner Reise zur ISS) und Ranga Yogeshwar (die Aufnahmen werden morgen gemacht) als Sprecher gewonnen werden. Die Kuratoren (und Blogger) bezeichneten die Schau in erster Linie als assoziative Ausstellung für die Sinne, wer sich für die Hintergründe und harte Fakten interessiert, der kann sich an einem sog. Medien-Cockpit informieren, dessen Design an das Raumschiff Orion angelehnt sein soll. Sehr assoziativ ist z.b. ein Holzbett des Künstlers Ronald Jones, in dem Neil Armstrong in der Nacht nach seiner Rückkehr vom Mond geschlafen haben soll.

Interessant fand ich persönlich u.a., dass auch Raumfahrt-Zeichnungen, die der Psychiatriepatient Karl Hans Janke hinter DDR-Anstaltsmauern entworfen hat, oder von Galina Balaschowa, Innenarchitektin von russischen Raumkapseln, gezeigt werden. Die 1931 geborene und heute in Koroljow nahe Moskau lebende Frau wurde sogar zur Ausstellungseröffnung eingeladen.

Unter den etwa 330 Exponanten von 95 Leihgebern für „Outer Space – Faszination Weltraum“ befinden sich natürlich auch echte Blickfänger. Wegen ihrer Größe müssen sie zuerst in die Ausstellungsräume gebracht werden. Wie der Intendant berichtete, kam kurz vor der Pressekonferenz die erste große Leihgabe an: Ein Viking-5C-Triebwerk der Ariane-4-Trägerrakete passte nur knapp durch die Türen. Die Kuratoren erklärten, dass ihnen sogar ein aktuelles Ariane-5-Triebwerk angeboten wurde, doch sie wollten unbedingt das Bauteil der Ariane 4. Ein weiteres Highlight verließ für die Ausstellung erstmals die USA, kam am Sonntag in Bremerhaven an und wird Freitagvormittag in Bonn am Museum landen. Es handelt sich dabei um die Liberty Bell 7 genannte Kapsel des Mercury-Programms, die 1961 startete, im Atlantik versank und erst 1999 geborgen werden konnte. Mit ihr wurde der Astronaut Gus Grissom der zweite Amerikaner im Weltraum und die Ausstellungsmacher zeigten sich gestern sichtlich stolz, so ein wertvolles Stück Raumfahrtgeschichte nach Bonn holen zu können und so einen weniger bekannten Pionier der Raumfahrt, der zudem auf tragische Weise ums Leben kam, zu würdigen.

Im Flyer zur Ausstellung heißt es: „Seit Menschengedenken ist der Weltraum Sehnsuchtsort, Projektionsfläche und Gegenstand der forschenden Neugier.“ Und so hoffe ich auf viele neugierige Besucher ab Oktober in der Bundeskunsthalle. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 02. Oktober um 19:00 Uhr statt.

Übrigens: Weitere aktuelle Artikel gibt’s hier von Paul Hombach, vom Presseamt Bonn sowie vom General-Anzeiger Bonn.

26.08.2014

Das war die 30. Astronomiebörse ATT in Essen

Am Samstag war es wieder soweit: Um 10 Uhr wurde in der Essener Gesamtschule Bockmühle der AstroTrödelTreff (ATT) eröffnet, wobei Europas größte Astronomiebörse nun schon zum 30. Mal stattfand. Bis 18 Uhr haben sich über 2.000 Hobbyastronomen bei etablierten Händlern, verschiedensten Unternehmen und kleinen Vereinen über Neuheiten informiert oder haben günstige Schnäppchen mit satten Messerabatten ergattert. Von den üblichen Verdächtigen wie u.a. Baader (mit seiner voll ausgerüsteten Sternwartenkuppel in der Haupthalle), Hofheim, APM, Intercon Spacetec über Astronomie-Tourismus-Unternehmen wie das Bonner Reisebüro Eclipse-Reisen.de oder SaharaSky bis zu neuen (Albireo) sowie längst etablierten Verlagen (Oculum) – auf dem ATT wird man einfach immer fündig, und sei es noch so ein ausgefallenes Randgebiet der Amateurastronomie. Neben den Büchertischen am Stand von Oculum (Bild 6) präsentierte Tom Pfleger seine Deep-Sky-Software „Eye & Telescope“ auf dem großen Bildschirm und zusätzlich stellte Christian Protzel am Tablet die brandneue interstellarum-App (erscheint Ende Mai) vor. Und beim gemütlichen Schlendern über das Messegelände traf man auch viele bekannte Gesichter oder sah man wie im Falle von Blogger-Kollege Stefan Gotthold (clearskyblog.de; Stefans ATT-Rückblick) zum ersten Mal. Zufälligerweise versammelte sich beim Oculum-Stand ein Grüppchen von uns Sternfreunden des Köln-Bonner-Astrotreff (KBA), so dass Daniel Bockshecker direkt ein Foto machte (gleich 5 interstellarum-Autoren nebeneinander!), natürlich mit unserem Berliner Außenposten Stefan (Gottie) Gotthold.

Kürzlich hatte mir der Bonner Sternfreund Martin Neumann in einem Interview verraten, dass er auch auf dem ATT mit einem eigenen Stand dabei sein wird. Und tatsächlich: Nicht weit vom Eingang direkt im ersten Flur hatte er die Möglichkeit seine Erfindung universe2go einem größeren Publikum vorzustellen und auch mit dem Prototypen vorzuführen; die Crowdfunding-Aktion zu seinem innovativen Produkt steht aktuell bei 84 Prozent und noch genau 19 Tage lang kann das interessante Projekt finanziell unterstützt werden. Um 15 Uhr wurde universe2go außerdem noch live im ATT-Studio der interstellarum-Sternstunde präsentiert (ab Minute 1:30). Die jeweils 30-minütigen Aufzeichnungen können übrigens hier (13 Uhr), hier (14 Uhr), hier (15 Uhr) und hier (16 Uhr) abgerufen werden; zahlreiche Fotos zur Sternstunde-Produktion mit Paul Hombach und Daniel Fischer vor der Kamera gibt’s hier sowie dort.

Daniel Fischer

Weil ich mir die falsche Uhrzeit gemerkt hatte, kam ich deutlich zu spät zum Vortrag des ersten deutschen Raumfahrers. Obwohl der heute 77-jährige Sigmund Jähn auf ein ereignisreiches Leben zurückblicken kann, scheint er doch immer noch der bescheidene und zurückhaltene Mann zu sein wie er seit seinem Ausflug zur Raumstation Saljut 6 im August 1978 beschrieben wird. In dem einstündigen Vortrag des deutschen Raumfahrt-Veteranen ging es u.a. natürlich um das Interkosmos-Programm, es wurden Einzelheiten zum anderthalbjährigen Training und der Rakete erläutert und er erzählte lang über seine Erfahrungen im Orbit, sprach sowohl über die durchgeführten Arbeiten als auch über die Freizeit inkl. der Hochzeit des Sandmännchens sowie der einmaligen Aussicht dort oben. Thematisiert wurden auch die Auswirkungen eines Weltraumaufenthalts auf den Menschen und im letzten Abschnitt sprach er über seine langjährige Arbeit bei DLR und ESA; Jähn ging 2005 in den Ruhestand. Ebenso spannend waren auch die Anekdoten, die bei der anschließenden Fragerunde zu hören waren. Beispielsweise konnte er aus erster Hand berichten, wie ein im Orbit entsorgter Behälter mit Abfall zu einer Story über einen begleitenden Außerirdischen wurde. Außerdem erinnerte sich der erste Deutsche im Weltraum an Treffen mit Hermann Oberth, dem Pionier der Raumfahrt und Raketenforschung, sowie an einen Mitte der 1980er Jahre stattgefundenen Kongress der ASE, bei dem der Kosmonaut aus der DDR zum ersten Mal Astronauten aus dem Westen kennenlernte.

Als Abschluss wurden schließlich ab 15 Uhr noch zahlreiche Autogrammwünsche von Jung und Alt erfüllt.

12.05.2014

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