Alexander Gerst auf seiner Homecoming-Tour

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Der deutsche Astronaut Alexander Gerst befindet sich seit ein paar Wochen auf so etwas wie seiner Homecoming-Tour, bevor er dann übermorgen (09. Mai) in seiner baden-württembergischen Heimatstadt Künzelsau mit einem großen Fest begrüßt wird. Seine Reise durch Deutschland begann in München, wo er am 21. April zunächst den DLR-Standort Oberpfaffenhofen, das Kontrollzentrum für das Columbus-Modul, vorbeischaute und anschließend mit Staatsministerin Ilse Aigner den Campus Garching der TU München besuchte, um dort einen Vortrag vor hunderten Studenten zu halten. Am 24. April ging es zum Technikmuseum Speyer, wo er sich u.a. mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer durch die größte Raumfahrt-Ausstellung Europas führen ließ. Am darauffolgenden Tag war dann für den öffentlichen Vortrag im Technikmuseum fast Ausnahmezustand angesagt, je nach Quelle sollen es 1.000 bis 3.000 Zuschauer bei Astro-Alex‘ großartigem Vortrag über seine Mission „Blue Dot“ gewesen sein. Das Foto und Video oben können da nur einen kleinen Eindruck vermitteln, ein ausführlicher Beitrag von mir wird aber noch folgen. Da war das Gedränge zu der angekündigten Autogrammstunde, die eh nur 30 Minuten geplant war, schon vorprogrammiert. Und so kam es dann auch, dass es viele enttäuschte Gesichter gab, denn wie vorab zu lesen war, musste der Astronaut noch zu einem anderen Termin.

Im Mannheimer Schloss sollte er nämlich am Nachmittag noch die höchste Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg erhalten. Alexander Gerst wurde neben 24 anderen Personen von Ministerpräsident Kretschmann mit dem Landesverdienstorden ausgezeichnet. Als der tourende Astronaut am 27. April im hessischen Taunusstein und Geisenheim Halt machte, begeisterte er erneut viele Jugendliche. Zwei Tage später und nur wenige Tage nach seiner neuesten Auszeichnung, stand Gerst schon auf der nächsten Nominiertenliste. Für den Grimme-Online-Award wurde in der Kategorie „Spezial“ „unser Mann im All“ nominiert, wobei sich der deutsche Astronaut direkt bei seinen digitalen Fans und den wichtigsten Mitarbeitern bedankte; bis zum 13. Juni kann man übrigens online für den Publikumspreis abstimmen. Tags darauf war Astro-Alex zu Gast bei Stefan Raabs „TV-Total“ und brachte als Geschenk einen Blue-Dot-Missionsaufnäher von der ISS mit.

Gestern (06. Mai) standen in Gersts Kalender gleich drei Termine in Berlin. Erst gab es im Twitter-Büro ein 22-minütige #FragAstroAlex-Fragerunde für seine Followerer, bei der auch meine Frage nach seiner Lieblingsmusik auf der ISS beantwortet wurde. Offenbar hörte er in der Cupola nicht nur elektronische Musik, sondern hatte auch Smetanas „Moldau“ und Strauß‘ Donauwalzer dabei. Um 15:00 Uhr stand er anschließend auf der großen Bühne der „re:publica“, einer Konferenz für das Medium Internet, wo ihm scheinbar doppelt so viele Leute zuhörten als in Speyer. Darum gab’s beim obligatorischen Gruppenfoto auch mal Selfie-Hilfe. Die Aufzeichnung (siehe oben) ist auch als Podcast verfügbar. Als letzter Termin fand am Abend noch eine Diskussionsrunde der Hessischen Landesvertretung in Berlin statt. Heute besuchte er Bremen, „die Weltraum-Stadt Deutschlands“, wie der 39-Jährige im Rathaus ins Goldene Buch der Stadt schrieb, und auch ein Treffen mit Schülern stand hier erneut auf dem Programm. Am Abend kam Astro-Alex bereits in Hamburg an, wo er  morgen (08. Mai) ab 15:00 Uhr im Audimax der Uni Hamburg über seine Mission sprechen wird. Zu der Veranstaltung wird ebenfalls ein Livestream angeboten.

Künzelsau, Alexander Gersts Heimatstadt, bildet am Samstag (09. Mai) den Abschluss seiner Homecoming-Tour quer durch Deutschland. Zunächst soll er um 14:00 Uhr im Rathaus zum Ehrenbürger ernannt werden. Im Anschluss heißt die Kleinstadt zwischen Stuttgart und Würzburg mit einem großen Fest, zu dem 8.000 bis 10.000 Leute erwartet werden, schließlich ihren Astronauten willkommen. Auch hier gibt’s ab 18:00 Uhr eine Liveübertragung. Ich bin schon sehr gespannt, auch auf die Astronauten-Ausstellung im Stadtmuseum.

07.05.2015

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