Eindrücke von der 9. Bonner Wissenschaftsnacht

Rund 20.000 Besucher tummelten sich vor einer Woche auf der diesjährigen 9. Bonner Wissenschaftsnacht (auch bei Facebook), die unter dem Titel „Digitale Gesellschaft“ zur Wissenschaftsn@cht wurde. Ob im großen Wissenschaftszelt auf dem Münsterplatz, im Hauptgebäude der Uni Bonn oder anderen Stationen – überall präsentierte sich am 22. und 23. Mai die Bonner Wissenschaftsregion. An zwei Tagen sollte vermittelt werden, welchen bedeutenden Anteil die Wissenschaft und Forschung an der Gestaltung der digitalen Gesellschaft hat. Man kann sich auch anders fragen: Wie hat sich im digitalen Zeitalter die Naturwissenschaft selbst verändert? Dies konnte man z.b. im großen Zelt auf dem Münsterplatz anhand von optischen Datenspeichern erfahren (Bild 1). Passend dazu befand sich wenige Meter entfernt eine Spektroskopie-Station. Hier konnte man nicht nur das Licht von unterschiedlichen Leuchtmitteln spektroskopisch analysieren, man konnte sogar einfach mit Schere, Kleber und einem kleinen CD-Schnipsel sich ein Null-Euro-Spektroskop selber basteln.

Ursprünglich hatte ich sogar an eine öffentliche Sonnenbeobachtung gedacht, die von den Veranstaltern auch angekündigt wurde, wegen der bescheidenen Wetteraussichten fiel sie jedoch aus. Astronomen konnte man im Uni-Hauptgebäude dennoch antreffen. Kinder konnten hier mit Stift und Papier eigene Sternbilder erfinden und astronomische Aufgaben lösen, oder man erfuhr was für seltsame Phänomene eigentlich Gravitationslinsen sind, was zusätzlich auf verzerrte Art und Weise (Bild 4) mit einem Simulations-Tool (läuft nur auf Mac-Rechnern) sehr anschaulich gemacht wurde – ohne gleich die Raumzeit zu stören. Weitere astronomische Stationen zur Bonner Wissenschaftsnacht wurden bereits hier im Bonner-Sterne-Blog erwähnt.

Auf der anderen Seite des Innenhofes, wo sich zwischen Stühlen, Imbissstand und Musikbühne ein riesiger Ballon für eine nächtliche Lichtinstallation befand, gab es noch weitere spannende Wissenschaftsbereiche. Am meisten freute mich die Präsentation des geografischen Instituts, denn hier konnte ich Professor Gunter Menz einige Fragen zu „Columbus Eye“ (Pressemeldungen hier, hier und hier) sowie zur Plattform columbuseye.uni-bonn.de stellen. Dieses neue und interessante Projekt ist Teil von „Fernerkundung in Schulen“ (FIS), einem 2006 von Bonner Geografen gestarteten Bildungsangebot. Über das Thema Fernerkundung und Umweltforschung via Satellitenbildern stehen mit FIS digitale Unterrichtsmaterialien für die Fächer Physik, Mathematik, Geografie, Biologie und Informatik zur Verfügung. „Columbus Eye“ erweitert nun das umfassende Angebot an Lernmodulen und erlaubt die Nutzung von Live-Bildern von neuen an der Raumstation ISS angebrachten – nämlich am europäischen Columbus-Modul – HD-Kameras. Für den Auftraggeber DLR wird seit Oktober 2013 an dem neuen FIS-Projekt gearbeitet, Anfang Juni soll dann auch der für den Schulunterricht relevante interaktive Teil des Webportals verfügbar sein.

30.05.2014

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