Nationalpark Eifel ist der zweite deutsche Sternenpark, aber auf Probe

Sommermilchstraße bei Monschau im August 2011; René Pelzer (eifelmomente.de)

Binnen einer Woche hat die Organisation zum Schutz des dunklen Nachthimmels, die 1988 gegründete International Dark Sky Association (IDA), gleich zwei besonders dunkle Regionen in Deutschland ausgezeichnet. Erst vergangenen Mittwoch ernannte sie den Naturpark Westhavelland zu einer sog. „Dark Sky Reserve“, der sich nun als erster Sternenpark Deutschlands bezeichnen kann. Und wie ich eben über Stefan Gottholds ClearSkyBlog erfahren habe, erschien heute eine neue Mitteilung der IDA. Darin ist zu lesen: „The International Dark Sky Association (IDA) announced today that it has provisionally named Eifel National Park as the first International Dark Sky Park in Germany. The western German park now counts dark-skies status as a tourist draw alongside its untamed wilderness and storied history. „We welcome Eifel National Park in to the elite roll of International Dark Sky Parks and commend their exceptional public outreach efforts in the surrounding areas,“ said IDA Executive Director Bob Parks.“

Die internationale Organisation hält also den dunklen Eifelhimmel für ebenso schützenswert und ernannte heute den Nationalpark Eifel zum ersten deutschen „Dark Sky Park“, wodurch er sich ab sofort auch Sternenpark nennen darf; es besteht jedoch zunächst ein „provisional status“. Das bedeutet, dass hier noch einiges an Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, dennoch ist es für Andreas Hänel, Sprecher der Initiative für Deutschland, und Harald Bardenhagen (ab Minute 5), den „Sternen-Krieger von Köln“ sowie Leiter der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat die Milchstraße noch nie gesehen“, so Bardenhagen. Darüber hinaus wird sogar um den (vorläufigen) Sternenpark eine zusätzliche Dunkelzone angestrebt, die sich bis auf Belgien ausweiten soll. Jan Lembach, Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, auf der heutigen Pressekonferenz in Vogelsang: „Wir unterstützen die Weiterentwicklung des Sternenparks zu einem regionsweiten, bi-nationalen Sternenreservat.“ Das Sternenreservat soll neben der vor Lichtverschmutzung strikt geschützten Kernzone, also dem Nationalpark, in den nächsten zwei Jahren ein etwa 15 Kilometer breites Band um die Nationalparkgrenzen herum beinhalten. Der Nationalpark Eifel, der dieses Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert, erstreckt sich etwa vom Rursee (westlich von Mechernich) bis an die belgische Grenze zwischen Monschau und Schleiden/Hellenthal.

[Nachtrag, 26.02.2014] Die Pressemitteilung des Nationalpark Eifel zur Anerkennung als vorläufigen „Sternenpark Nationalpark Eifel“.

17.02.2014

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