Eine Woche nach dem Fund der Tscheljabinsk-Hauptmasse

 

 

 

 

Genau vor einer Woche nahm die Suche nach dem größten Überrest des am 15. Februar über Tscheljabinsk explodierten Super-Boliden (Video 1) ein Ende. Vertraglich war die Suchaktion im Tschebarkul-See nur bis zum 04. Oktober genehmigt, zudem wurde es zunehmend kälter und der erste Schnee fiel ebenfalls Anfang Oktober, aber trotz des eiskalten Wassers arbeiteten die Taucher weiter. Unter Schlick und Schlamm in etwa 20 Metern Tiefe wurde schließlich tatsächlich am 14. Oktober ein wirklich großer Brocken entdeckt, der aber wegen stürmischen Wetters nicht gleich gehoben werden konnte. Zwei Tage später konnte man dann eine Schlagzeile mit der Google-Übersetzung lesen: „Der See Tchebarkul finden Sie die größte Fragment des Meteoriten“. Bei der letztlich erfolgreichen Bergungsaktion (Video 2) war sogar der Gouverneur der Tscheljabinsk-Region, Mikhail Yurevich, anwesend (Video 3); zudem hat der russische TV-Sender RT über eine Stunde lang die gesamte Bergung dokumentiert (Video 4). Das erste Wiegen des bis zu 88 Zentimeter großen Brockens zeigte 570 Kilogramm an, dann gab die Waage nach. Bei diesem Ruck brachen durch einen vorherigen Spalt zwei gleich große Stücke (ungefähr 50 Kilogramm) ab. Nach den letzten offiziellen Angaben soll die Hauptmasse insgesamt 650 Kilogramm gewogen haben. Einen Tag später kam das Fundstück im naturhistorischen Regionalmuseum in Tscheljabinsk an und tags darauf war es bereits im Museum für die Öffentlichkeit ausgestellt – umgeben von historischen Sternbildern unter spitzem Glasdach (Video 5). 365 Tage im Jahr soll so das Hauptfragment öffentlich zugänglich sein, obwohl es zur Turbokonservierung und Art der Präsentation auch kritische Stimmen gibt. Die beiden abgebrochenen Fragmente sollen nun im Labor untersucht werden und später ebenfalls im Museum zu sehen sein. Und um das Ökosystem des Sees nicht noch weiter zu belasten, soll es nun ein Verbot gegen mögliche Tauchtouristen geben, die auf eigene Faust den Seeboden nach weiteren Meteoriten absuchen.

23.10.2013

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1 Response to “Eine Woche nach dem Fund der Tscheljabinsk-Hauptmasse”



  1. 1 Allgemeines Live-Blog vom 24. Oktober 2013 | Skyweek Zwei Punkt Null Trackback zu . um .

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