Supernova 2013dy bei 12,9mag beobachtet

Nach einem Schauer gestern Abend klarte es wie angekündigt noch auf und ich nutzte spontan die Gelegenheit, mich trotz des hellen Vollmondes an der aktuellen Supernova 2013dy zu versuchen. Gegen Viertel vor 1 baute ich den 12-Zöller im Garten auf. Der Mond – etwas mehr als 24 Stunden nach Vollmond – stand noch knapp hinter dem Haus, so dass die Blendung nicht allzu stark war. Im Pegasus lag die Grenzgröße im Mondlicht zwischen 4,0 und 4,5mag, weshalb ich das Starhopping bei beta Peg startete. Zuerst tastete ich mich mit dem 10×50-Fernglas an das richtige Himmelsfeld in der Eidechse ran und konnte noch den 8,0mag-Stern erkennen, von dem es nur 0,5 Grad bis zum Ziel waren. Den selben Weg von beta Peg fuhr ich dann mit dem Sucher des Dobson ab. Nun reichte der Sternatlas nicht mehr und ich nutzte die Seite wikisky.org am iPad; in der Waagerechten um 180 Grad gedreht erhält man damit den Anblick im Newton.

Mit den 40mm- und 15mm-Okularen ließ sich die genaue Position relativ schnell lokalisieren und mit dem 9mm erschien dann schon indirekt deutlich die Supernova nahe eines 11,5mag-Sterns. Und während ich hörte wie die Kirchturmuhr 1 schlug und der Regen von den Bäumen tropfte, schaute ich mir einen vielleicht 15 Bogenminuten kleinen Himmelsausschnitt im Mondschein an. 10, 15 Minuten beobachtete ich diesen mehr als 40 Millionen Lichtjahre entfernten Lichtpunkt – das explosionsartige Ende eines Weißen Zwerges. Die Supernova 2013dy strahlt mittlerweile mit einer Milliarde Sonnenleuchtkräften! Ihre Helligkeit bestimmte ich zu 12,9mag, was sehr gut zu den anderen Schätzungen dieser Nacht passt. Damit steht sie jetzt auf Rang 5 der hellsten Supernovae 2013. Und wenn der Milchstraßenstaub nicht zu sehr stört, erreicht sie ja vielleicht doch die vorhergesagten 11,5mag.

25.07.2013

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2 Responses to “Supernova 2013dy bei 12,9mag beobachtet”


  1. 1 H-W Schmollmann . um .

    von 1976 bis 1993 habe ich Tagebuch geschrieben in symbolischer schreibweise. Schon drei jahre vor der SN 1987A hatte ich intuitiv das Gespür, dass etwas auf die Erde zukommt. Meine Aufzeichnungen beweisen, dass wir als Menschheit tatsächlich zwischen Gravitationsprozessen den Geist des Lebens fluktuieren. Das Wissen um das Geheimnis Leben wird durch den Zauber der Sterne zur Vollkommenheit gebracht. Schön dass Sie so genau beobachten. Weiterhin viel Freude an Ihrer Tätigkeit.
    Danke für diesen Beitrag
    LG KosmoGenEthik


  1. 1 Supernovae und Protoplanetarische Nebel mit 3 und 12 Zoll | Zauber der Sterne Trackback zu . um .

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