Herschel-Tank leider 20 Minuten zu früh leer

Bereits zu Jahresanfang stand fest, dass das superflüssige Helium im Kühlmitteltank des ESA-Weltraumteleskops Herschel bald ausgehen würde, aber so genau ließ sich der Zeitpunkt nicht angeben. Erst ist man von Ende März ausgegangen, dann war es  schließlich am Montag, 29. April, so gegen 16:49 MESZ soweit: Der Heliumvorrat, der knapp 4 Jahre lang Herschels empfindliche Infrarotdetektoren auf unter 2 Kelvin gekühlt hatte, war verbraucht und das Missionsende war wie berechnet schlagartig eingetreten.

Aus diesem Grund hat eine besondere Abschiedsbeobachtung mit dem Infrarotteleskop leider nicht mehr geklappt. Nach dem Plan von Felix Hormuth, Astronom am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg, sollte der Asteroid (2000) Herschel vom Satelliten Herschel beobachtet werden, während dieser gleichzeitig vom 4-Meter-Spiegel des William Herschel Telescopes (WHT) auf La Palma fotografiert werden sollte. Die Sichtung mit dem erdgebundenen Teleskop klappte (Animation zeigt einen früheren Beobachtungsversuch Hormuths), doch 20 Minuten vor der Astroidenbeobachtung mit dem Weltraumteleskop fing der Heliumvorrat von Herschel zu stottern an.

Mit dem Missionsende beginnt für die ESA die Post-Operation Phase, die bis Ende Dezember 2017 abgeschlossen sein soll.

10.05.2013

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