Archiv für März 2013



Das war die „Kometenwoche in Bonn“

Gestern ging sie zu Ende: die „Kometenwoche in Bonn“, in der mehrere Veranstaltungen zum Kometen PANSTARRS – passend auch zum Astronomietag – angeboten wurden. Bei der Anzahl der gesetzten Termine musste es einfach mal mit einer öffentlichen Beobachtung klappen, selbst bei den schlechten Wetteraussichten im Rheinland; am letzten Termin gab es endlich die passende Wolkenlücke. Aber der Reihe nach. Bevor es mit der Kometenwoche für PANSTARRS los ging, fand am 09. März im Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) ein Gedenkkolloquium statt, bei der mit Fachvorträgen und persönlichen Erinnerungen an das Leben und Wirken von Hilmar Duerbeck und seiner Frau Waltraut Seitter, Deutschlands erster Astronomie-Professorin, gedacht wurde. Zum Abschluss gab es einen kleinen musikalischen Ausklang, bei dem ursprünglich zu viert Beethoven gespielt werden sollte, doch leider stand schließlich der Bonner Astronom Michael Geffert mit seinem Flügelhorn allein vor den zum Teil weit angereisten Gästen. Meine Eindrücke gibt es ausführlich mit weiteren Fotos in diesem Bericht.

Anschließend wollte ich eigentlich noch zu der ausverkauften lit.cologne-Lesung über den Visionär, Weltraumfantasten und sog. „Leonardo da Vinci der Heilanstalt“ Karl Hans Janke, aber für die Abendkasse war ich schon zu spät dran. Sehr interessant zu dieser Person sind ein Vergleich mit Wernher von Braun, eine MDR-Doku und die Homepage zur Ausstellung.

Am 11. März lud zu den Bonner Hochschultagen auch das AIfA in Bonn-Endenich ein. Für Oberstufenschüler wurde hier u.a. sehr informativ das Studium und von Nadya Ben Bekhti der (koffeinhaltige) Beruf des Astronomen vorgestellt. Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.

Direkt im Anschluss gab es am Abend bei der Volkssternwarte Bonn (VSB) einen Kometenvortrag von Stefan Krause. Bei dem Auftakt zu der Bonner Kometenwoche stellte er besondere historische Kometen vor und gab einen Überblick zu PANSTARRS (siehe Bild) und den im Spätherbst zu erwartenden und noch helleren Schweifstern ISON.

Nachdem der erste öffentliche Beobachtungstermin am Mittwoch wegen Wolken ausfallen musste, waren die Hobbyastronomen des Köln-Bonner-Astrotreffs (KBA) tags darauf am 14. März doch erfolgreich, so dass die ersten Kometenbilder aus dem Rheinland entstanden. Für den Abend war zwar ein auflockernder Himmel angekündigt, aber bei mir südlich von Bonn zogen die Wolken nicht schnell genug ab.

Am Freitag, 15. März, trafen wir Hobbyastronomen uns mit den Berufsastronomen Michael Geffert und Nadya Ben Bekhti, die schon viele Jahre auch in Schulen aktiv sind, zu einer ersten kleinen Ideenrunde zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. Zur selben Zeit waren zwei WDR-Reporter mit Kameramann und einer herumwuselnden Schar von Kinderreportern im Institut zu Besuch – natürlich wegen PANSTARRS. Der entstandene TV-Beitrag wurde gestern in der WDR-Lokalzeit aus Bonn ausgestrahlt und kann hier (sollte nicht nach 7 Tagen gelöscht werden) abgerufen werden. Da war Radioastronomin und Postdoc Ben Bekthi wieder in ihrem Element.

Auch zum 11. bundesweiten Astronomietag am 16. März wollte die Wolkendecke nicht aufreißen, so dass aus den „Sternstunden über der Heide“ diesmal eine „Kometenstunde im Rathaus“ wurde. Nach den wolkenlosen Blicken auf Mond und Planeten letztes Jahr, gab KBA-Sternfreund Paul Hombach ein überdachtes Indoor-Programm im Rathaus Sankt Augustin und präsentierte vor etwa 25 Gästen eine Runde „Pauls Portables Planetarium“ über Vagabunden des Sonnensystems mit vielen PANSTARRS-Fotos aus aller Welt. Auch die Presse war in Form von Reporter und Sternfreund Thomas Heinemann vor Ort; sein Artikel ist heute im General-Anzeiger Bonn nachzulesen, und unsere Astronomie-Blogs für die Region wurden auch erwähnt.

General-Anzeiger Bonn vom 19.03.2013; Thomas Heinemann

So fielen leider die Beobachtungen am diesjährigen Astronomietag aus, in 12.500 Metern Höhe sah das schon anders aus. Der Bonner Sternfreund Stefan Krause von Eclipse-Reisen.de chartete für die erwartete beste Sichtbarkeit von PANSTARRS einen Kometenflieger. Für 55 Fluggäste (darunter gleich 5 KBA-Hobbyastronomen) ging es nun am Samstag von Köln-Bonn über den Kometen nach Köln-Bonn, und nach dem großen Medien-Interesse im Vorfeld war auch der WDR beim Kometenflug einer Boeing 737 dabei. So gibt es nicht nur Fotoberichte der KBA-Mitglieder Peter Oden und Daniel Fischer (weitere Bilder hier und hier sowie ein Video mit flotten Trance-Beats), sondern auch den WDR-Bericht, der gestern in der ARD beim Morgen- und in gekürzter Fassung beim Mittagsmagazin ausgestrahlt wurde; auch N24 hatte etwas zu dem Kometenflug berichtet.

 

18. März. Zum Abschluss der „Kometenwoche in Bonn“ hatte es gestern Abend dann doch noch mit einer kleinen Beobachtungsaktion vor der Tür des AIfA geklappt. So gesehen ist es doch ein „erfolgreicher Abschluss“, wie Wilfried Bongartz schreibt. Weitere Fotos dieser öffentlichen Beobachtung kann man sich hier ansehen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine persönliche Sichtung, denn trotz der gestrigen Wolkenlücke habe ich PANSTARRS einfach nicht erwischt.

Wilfried Bongartz

19.03.2013

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Web-Tipp: Live bei Komet PanSTARRS und ALMA

ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/William Garnier (ALMA)

Am morgigen Mittwoch, 13. März, findet die offizielle Einweihung des ALMASubmillimeter-Radioteleskops statt, was auch von 15:30 bis 17:00 MEZ via Livestream verfolgt werden kann. Die Feierlichkeiten werden auf 2.900 Meter am Operations Support Facility (OSF) des Observatoriums stattfinden, die große Teleskopanlage selbst befindet sich auf dem 5.000 Meter hoch gelegenen Chajnantor-Plateau in der Atacama-Wüste. Sie besteht aus mittlerweile 57 12m- und 7m-Radioteleskopen, mit insgesamt 66 Teleskopen soll die Großanlage in den chilenischen Anden bald komplett sein.

Nach diesem Webcast folgt am Freitag, 15. März, ein weiterer Livestream, bei dem ab 18:00 MEZ der Komet PanSTARRS online zu sehen sein soll. Die geplante Live-Übertragung bietet das Projekt Virtual Telescope an und kann hier verfolgt werden. Weitere Links zu Live-Berichten im Web finden sich hier.

12.03.2013

Größter Röntgenflare von Algol beobachtet

Mercedes Richards

So stellt man sich heute das bedeckungsveränderliche Sternsystem Algol im Perseus künstlerisch vor. Allein in den letzten Jahren offenbarte sich mit hoch auflösenden Radiobeobachtungen und 3D-Doppler-Tomografie (Paper 2010, Paper 2012, Pressemeldung) der kühlere Begleiter als eine äußerst aktive Sonne – mit Protuberanzen und noch viel höheren und heißeren koronalen Plasmabögen, sog. Coronal Loops. Auch energiereiche Ausbrüche werden immer wieder registriert, so zuletzt vor 2  ½ Wochen. Die Beobachtung gelang mit dem kaum bekannten japanischen Röntgendetektor MAXI an Bord der Raumstation ISS. Am 22. Februar registrierte es einen sehr starken Röntgenflare von Algol, wobei die magnetische Entladung Energien freisetzte, die einer Plasmatemperatur von 200 Millionen Kelvin entsprechen. Innerhalb der fünf Minuten des Flares wurde eine Röntgenleuchtkraft von bis zu 5×10^32 erg/s erreicht, was ihn zum stärksten mit MAXI registrierten Algol-Ausbruch macht.

12.03.2013

Neues Bild zur Entwicklung von Beteigeuze

Links: Xavier Haubois (Observatoire de Paris), http://arxiv.org/abs/0910.4167
Rechts: Andrea Chiavassa (Université Libre de Bruxelles), http://www.graal.univ-montp2.fr/hosted/chiavassa/

Beteigeuze, der linke Schulterstern des Orion, ist sicher ein einzigartiges Studienobjekt für die Untersuchung von Roten Überriesen. Und das schon allein dadurch, dass sich mit interferometrischen Beobachtungsmethoden sein nur 0,045 Bogensekunden kleines Sternscheibchen (links) detailreich auflösen lässt, womit die theoretischen Astrophysiker immer bessere dynamische Modelle der Konvektionszellen (rechts) erstellen können. Weiter im obigen Bild ist maßstabsgerecht die Größe der Umlaufbahn der Erde um die Sonne (2 AE) dargestellt. Bei einer angenommenen Entfernung von 250 pc (815 Lichtjahre) wäre der scheinbar 45 Millibogensekunden große Beteigeuze ein wahrer Superstar mit 1.200 Sonnendurchmessern entsprechend 11 AE. Nach der vorliegenden Datenlage geht von dieser Distanz auch der Autor aus, der in dieser Arbeit über den „Betelgeuse Workshop 2012“ letzten November in Paris berichtet.

Oben: ESA/Herschel/PACS/Leen Decin

Neben den noch unsicheren Entfernungsangaben, seinen Zustandsgrößen wie Masse und Rotation, wurde hier über die gesamte Entwicklung von Beteigeuze diskutiert. Wie sich jetzt nachlesen lässt, zeichnete sich so auf dem Seminar ein neues Bild des Roten Überriesen ab. Einiges scheint etwa darauf hinzudeuten – Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit und die im Infraroten sichtbare Schockfront -, dass Beteigeuze in der Sternassoziation Orion OB1a, die sich um den 5,0mag-Stern 25 Ori anordnet, vor 9,3 Millionen Jahren mit 20 Sonnenmassen geboren wurde; die OB1b-Gruppe bildet beispielsweise den Oriongürtel. Der Sterngigant befand sich anfangs in einem Doppelsternsystem, erhielt von seinem etwas massereicheren Begleiter zusätzlichen Drehimpuls und wurde schließlich vor 1,1 Millionen Jahren herausgekickt, als dieser als Supernova explodierte. Nach seiner Phase als leuchtkräftiger Blauer Überriese (vergleichbar mit Rigel), befindet sich Beteigeuze seit ein paar 10.000 Jahren nun im 300.000 Jahre dauernenden Stadium eines Roten Überriesen, in dem Massenverlust und Staubproduktion weiter zunehmen werden, so dass er letztlich dem staubumhüllten Überriesen VY CMa ähnelt. Nach dieser kühlen Phase seines Sternlebens heizt er sich erneut auf und wird wie der Vorgängerstern der Supernova 1987A als Blauer Überriese vermutlich in einer Typ-IIb-Supernova explodieren.

Dann wird der rote Sterngigant von heute, 3.600 Kelvin heiß, schätzungsweise 15,7 Sonnenmassen schwer und 125.000 Sonnenleuchtkräfte hell, als -10,0mag helle Supernova am Winterhimmel strahlen(!), aber bis dahin sind es noch einige 100.000 Jahre hin.

08.03.2013

V900 Mon: Amateurentdeckung eines eruptiven Protosterns

2011 (links): Adam Block/Mount Lemmon SkyCenter/University of Arizona;            1953 (rechts): POSS-I (First Palomar Observatory Sky Survey)

Und noch eine weitere Amateur-Beobachtung, wobei es sich hier sogar um eine Entdeckung handelt. Mensch, da hätte ich aufgrund dieser Nachricht von Deep-Sky-Beobachter Reiner Vogel fast den Austritt von Io gestern Abend verpasst, wirklich in allerletzter Minute schaffte ich es dennoch zum Dobson und verfolgte das Schauspiel am Jupiter. Im Astrotreff-Forum berichtete er über eine im November 2009 gemachte Entdeckung des Hobbyastronomen Jim Thommes. Unter einem Wüstenhimmel Südkaliforniens entstand damals mit seinem C8-Teleskop und über zwei Stunden Belichtungszeit eine Aufnahme, mit der der Astrofotograf den veränderlichen Stern V900 Mon bzw. vielmehr einen neuen Nebel entdeckte. Das oben gezeigte Bild zeigt links eine aktuellere Aufnahme des neuen Nebels, fotografiert von Adam Block im November 2011, und rechts ein fast 59 Jahre älteres Bild, auf dem an der selben Position ein kaum sichtbarer Stern – schwächer als 20,0mag – zu erkennen ist.

Dass V900 Mon eine Neuentdeckung sein muss, sieht man schon allein daran, dass in der Simbad-Datenbank nur vier Literaturquellen gelistet sind, der erste Fachartikel (PDF) erschien erst vor einem Jahr. Nach der Entdeckung mit dem C8 eines Amateurs richteten die Fachastronomen u.a. Großteleskope wie die beiden Keck-Teleskope und das Gemini North Telecope auf das neue Objekt. Anhand der ersten spektroskopischen Untersuchungen und dem Helligkeitsausbruch von über vier Größenklassen konnte nachgewiesen werden, dass es sich um ein sog. FU-Ori-Objekt handelt. Diese durch heftige Akkretionsvorgänge ausgelöste sehr aktive FUor-Phase wird meist bei sonnenähnlichen Protosternen (Klasse-I-YSO (Young Stellar Object)), aber auch noch im klassischen T-Tauri-Stadium (Klasse-II-YSO) beobachtet; selbst für die sehr junge Sonne werden solche Ausbrüche angenommen.

V900 Mon wird jetzt als leuchtkräftiges Klasse-I-YSO klassifiziert, so dass es sich bei der 3.600 Lichtjahre entfernten Sonne um einen eruptiven Protostern handelt, sein Alter sollte daher nur zwischen 100.000 und 500.000 Jahre liegen. Staub in seiner unmittelbaren Nähe lässt den eigentlich unsichtbaren  Stern nun sichtbar werden, denn das Licht des Helligkeitsausbruchs streut sich an den Staubteilchen seiner Geburtswolke. Dieser neue Reflexionsnebel stellt sogar eine Herausforderung für den visuellen Beobachter dar. Er dürfte wie ein winziges Nebelscheibchen aussehen und die Helligkeit sollte so um die 15,0mag liegen. „Auch im 14″ war er kein schwieriges Objekt“, heißt es nach dem ersten Beobachtungsversuch, so dass ich es auch mal mit meinem 12-Zöller versuchen werde.

Klasse-I-Protostern; ESA, Christophe Carreau

07.03.2013

Reipurth, B., Aspin, C., & Herbig, G. (2012). V900 MON AND THOMMES’ NEBULA: A NEW FUor IN MONOCEROS The Astrophysical Journal, 748 (1) DOI: 10.1088/2041-8205/748/1/L5

Amateur vs. Satellit: Plasmaregen auf der Sonne

Dass die Astrofotografen unter den Hobbyastronomen heutzutage durchaus Ereignisse liefern wie die Profis der Raumfahrt mit ihren viele 100 Millionen Dollar teuren Sonden und Satelliten dürfte mittlerweile bekannt sein. Sehr eindrucksvoll zeigt sich das auch an dem Beispiel eines als koronaler Regen bezeichneten Phänomens, das von Sternfreund Wolfgang Ries und der NASA-Sonde SDO aufgenommen wurde. Zeitgleich am 19. Juli 2012 hatten der geostationäre Sonnenbeobachter und der Astrofotograf eine bogenförmige Protuberanz am Sonnenrand im Visier und konnten dabei einen Plasmaregen in großartigen Bildern festhalten. Durch einen Effekt namens „Catastrophic Cooling“ kühlt sich hier schlagartig das extrem heiße Plasma der Korona ab und fällt als 10.000 Kelvin glühender Wasserstoffregen zurück.

Für den NASA-Film, in dem eine Sekunde sechs Minuten entsprechen, brauchte es eine einige 100 Millionen Dollar teure Sonnensonde in 36.000 Kilometern Höhe über der Erde, für das Amateur-Video, das 88 Minuten wiedergibt, brauchte dagegen Astrofotograf Wolfgang Ries ein Teleskop mit 125mm Öffnung, zwei Meter Brennweite, Teile eines PST-Sonnenfernrohrs und 10 Stunden am Computer – sowie natürlich gutes Seeing. Wirklich absolut beeindruckend!

07.03.2013

Stärkster Hinweis auf Europas Salzwasser-Ozean

Vor rund 15 Jahren gelang es erstmals mit der Planetensonde Galileo die Eiskruste des Jupitermondes Europa zu studieren, die Untersuchungen zur chemischen Zusammensetzung seiner Oberläche waren damals allerdings noch nicht genau genug. Durch den technischen Fortschritt ist es dagegen heute möglich, selbst mit erdgebundenen Großteleskopen und den modernsten Instrumenten das Spektrum des weit entfernten Eismonds sehr präzise zu untersuchen. Bei Beobachtungen, durchgeführt in drei Nächten mit insgesamt 4 ½ Stunden Beobachtungszeit im September 2011, mit dem OSIRIS-Spektrografen am 10m-Keck-II-Teleskop auf Hawaii – zusammen mit der adaptiven Optik – konnte tatsächlich eine etwa 40 Mal höhere spektrale Auflösung erreicht werden als damals mit der Jupitersonde Galileo.

Wie heute in einer neuen Pressemeldung und im dazugehörigen Fachartikel berichtet wird, wurde mit den neuen Daten anhand einer Spektrallinie bei 2,07 Mikrometer das Magnesiumsalz Epsomit (MgSO4) – auch Bittersalz genannt – auf Europa nachgewiesen. Aber wie lässt sich das Vorhandensein von magnesiumhaltigen Sulfaten an der Oberfläche des Eismondes erklären? Diese Frage beantworten die beiden Autoren damit, dass es sich bei dem Epsomit-Salz um ein Strahlungsprodukt handelt und durch die chemische Reaktion mit Schwefel entsteht; Hauptlieferant des Schwefels ist hier der aktive Vulkanmond Io. Aufgrund der Verteilung des Magnesiumsulfats auf der Oberfläche kommt nur dieses Entstehungsszenario von außen infrage. Aus diesem Ergebnis folgern die Forscher sogar weiter, woraus der Ozean unter Europas Eispanzer hauptsächlich zusammengesetzt ist. Zwei Modellannahmen gibt es dazu, wobei die neuen Spektraldaten deutlich dafür sprechen, dass der angenommene 100 Kilometer tiefe Ozean Europas aus salzhaltigem Wasser durch Magnesiumchlorid-Salz (MgCl2) besteht. „If you could go swim down in the ocean of Europa and taste it, it would just taste like normal old salt“, heißt es von Autor und Planetenforscher Mike Brown.

NASA, JPL, Caltech

05.03.2013

 
M. E. Brown, & K. P. Hand (2013). Salts and radiation products on the surface of Europa Astronomical Journal arXiv: 1303.0894v1


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