Größter Röntgenflare von Algol beobachtet

Mercedes Richards

So stellt man sich heute das bedeckungsveränderliche Sternsystem Algol im Perseus künstlerisch vor. Allein in den letzten Jahren offenbarte sich mit hoch auflösenden Radiobeobachtungen und 3D-Doppler-Tomografie (Paper 2010, Paper 2012, Pressemeldung) der kühlere Begleiter als eine äußerst aktive Sonne – mit Protuberanzen und noch viel höheren und heißeren koronalen Plasmabögen, sog. Coronal Loops. Auch energiereiche Ausbrüche werden immer wieder registriert, so zuletzt vor 2  ½ Wochen. Die Beobachtung gelang mit dem kaum bekannten japanischen Röntgendetektor MAXI an Bord der Raumstation ISS. Am 22. Februar registrierte es einen sehr starken Röntgenflare von Algol, wobei die magnetische Entladung Energien freisetzte, die einer Plasmatemperatur von 200 Millionen Kelvin entsprechen. Innerhalb der fünf Minuten des Flares wurde eine Röntgenleuchtkraft von bis zu 5×10^32 erg/s erreicht, was ihn zum stärksten mit MAXI registrierten Algol-Ausbruch macht.

12.03.2013

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