Amateur vs. Satellit: Plasmaregen auf der Sonne

Dass die Astrofotografen unter den Hobbyastronomen heutzutage durchaus Ereignisse liefern wie die Profis der Raumfahrt mit ihren viele 100 Millionen Dollar teuren Sonden und Satelliten dürfte mittlerweile bekannt sein. Sehr eindrucksvoll zeigt sich das auch an dem Beispiel eines als koronaler Regen bezeichneten Phänomens, das von Sternfreund Wolfgang Ries und der NASA-Sonde SDO aufgenommen wurde. Zeitgleich am 19. Juli 2012 hatten der geostationäre Sonnenbeobachter und der Astrofotograf eine bogenförmige Protuberanz am Sonnenrand im Visier und konnten dabei einen Plasmaregen in großartigen Bildern festhalten. Durch einen Effekt namens „Catastrophic Cooling“ kühlt sich hier schlagartig das extrem heiße Plasma der Korona ab und fällt als 10.000 Kelvin glühender Wasserstoffregen zurück.

Für den NASA-Film, in dem eine Sekunde sechs Minuten entsprechen, brauchte es eine einige 100 Millionen Dollar teure Sonnensonde in 36.000 Kilometern Höhe über der Erde, für das Amateur-Video, das 88 Minuten wiedergibt, brauchte dagegen Astrofotograf Wolfgang Ries ein Teleskop mit 125mm Öffnung, zwei Meter Brennweite, Teile eines PST-Sonnenfernrohrs und 10 Stunden am Computer – sowie natürlich gutes Seeing. Wirklich absolut beeindruckend!

07.03.2013

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1 Response to “Amateur vs. Satellit: Plasmaregen auf der Sonne”



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