Extrasolare Planetenbedeckung erstmals beobachtet

Japanische Astronomen fanden in den Daten des Weltraumteleskops Kepler eine „lucky lightcurve“, die sie als eine gegenseitige Planetenbedeckung interpretieren. KOI-94, so die Bezeichnung des Sterns, hat sonnenähnliche Eigenschaften (1,25 Sonnenmassen, 1,65-fache Sonnengröße, 6.100 Kelvin, 4 Milliarden Jahre alt), ist am Himmel 12,4mag hell und soll von insgesamt vier Exoplaneten-Kandidaten umkreist werden. Bei der Analyse eines Transitereignisses von Mitte Januar 2010 fanden die Forscher nun eine Unregelmäßigkeit, wobei sie eine partielle Bedeckung von zwei Planeten für möglich halten. Der größere und mit 54 Stunden Umlaufzeit langsamere Planet KOI-94.03 bedeckt bei seinem Transit teilweise den schnelleren (22 Stunden Umlaufzeit) bzw. überholenden KOI-94.01. Sternflecken oder andere Ursachen schließt die Forschergruppe aus.

04.10.2012

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