Archiv für August 2012



Foto von Curiosity am Fallschirm kommt noch heute

Kaum gelandet und schon neigt sich der erste Marstag (Sol 0) für das Mars Science Laboratory (MSL) Curiosity dem Ende entgegen und die Sonne senkt sich bereits zum Horizont des Kraterrandes. Diese Aufnahme wurde während des zweiten Odyssey-Überflugs übermittelt und erschien kurz vor 10:00 MESZ auf den Bildschirmen. Weitere erste Bilder gibt’s im Rohbild-Archiv, hier und in diesem noch laufenden Live-Blog.

In der Zwischenzeit wurde auch schon getwittert, dass man mit MRO, dem zweiten NASA-Orbiter, tatsächlich Curiosity beim Abstieg in der Marsatmosphäre erfolgreich fotografiert  hat. Das Ergebnis wird sehr wahrscheinlich auf der Pressekonferenz nachher um 18:00 MESZ gezeigt werden.

06.08.2012

Riesenjubel und „Thank you to the blue shirts“

Über Neuigkeiten wird auf der gerade laufenden Post-Landing-Pressekonferenz weniger berichtet, dafür ist der Jubel umso größer und zu Beginn nur schwer zu bändigen. Dies ist die Feierstunde von Adam Seltzner, Leiter der Landephase, der sich lauthals bei seinem Team bedankt: „Thank you to the blue shirts!“

06.08.2012

Curiosity has landed!

Der Orbiter Mars Odyssey hat die ersten Bilder zweier bodennaher Hazcams des um 7:17 MESZ gelandeten Marsrovers Curiosity übertragen. Das MSL hat’s also geschafft und alles funktioniert bisher nach Plan. Und weiter wird gebloggt.

06.08.2012

Noch 8 Stunden: Curiosity und der Superbowl der Planetenforschung

In Vorbereitung auf den „Super Bowl of planetary exploration“, wie die spannende Landung von Curiosity mit der Krantechnik bereits bezeichnet wurde, hat auch schon das traditionelle „pre-landing lunch“ des Rover-Teams stattgefunden. Und so langsam steigt die Spannung, SuW gab sogar eine lustige Twittervorhersage raus und warnte schon mal:  „In den nächsten Stunden ist mit vermehrtem Tweet-Aufkommen zum Mars Science Laboratory / Curiosity zu rechnen :)“

Aber noch sind es genau 8 Stunden und 100.000 Kilometer bis zum Landeanflug des neuen Marsrovers bzw. den 7 Schreckensminuten von Curiosity. Um 7:10 MESZ erfolgt der Eintritt in die dünne Marsatmosphäre und 7 Minuten später soll das fast eine Tonne schwere Marslabor an einem sog. Himmelskran hängend mit 7,5 Meter langen Stahlseilen auf der Oberfläche abgesetzt werden. Eine detailierte Auflistung der EDL-Phase gibt’s hier.

NASA

Auch wenn diese Landemethode neu ist, unnötig aufwändig und heikel aussieht, sind zumindest die Verantwortlichen (fast) völlig gelassen, immerhin geben sie die Erfolgsgarantie mit 98,3% an, wobei ein Prozentpunkt schon auf unberechenbare Fallschirmprobleme entfällt. Nicht mal Spirit (unter 90%), Opportunity (um 95%) und mindestens einem Viking-Lander (90%) wurde eine solche Erfolgschance bescheinigt.
Und hier die angepeilte neue kleinere Landeellipse mit Blickrichtung nach Süden über den Zentralberg des Kraters – auch in der Totalansicht.
Der Live-Blog bei Skyweek 2.0 zur Zielgeraden des marsianischen Superbowl-Tags läuft nun auch schon. Und hier weitere Links zu Live-Übertragungen zum online Mitfiebern:
05.08.2012

Noch 12 Stunden: Das Ziel des neuen Marsrovers

Mittlerweile sind es nur noch 12 Stunden bis zum Beginn der EDL-Phase (Entry, Descent, Landing bzw. Eintritt, Abstieg und Landung) um 7:10 MESZ morgen früh. Einen virtuellen Anflug von Curiosity auf den Gale-Krater hat das DLR am Freitag veröffentlicht.

Der Zielkrater der MSL-Mission ist der 150 Kilometer große Gale, der mit dem bis zu 5,5 Kilometer hohen Aeolis Mons zugleich eine ungewöhnlich große zentrale Erhöhung aufweist. Die Landezone des Rovers, in der NASA-Darstellung mit einem Punkt markiert, befindet sich im nördlichen Teil des Kraters dicht am Bergrand.

NASA, JPL, Caltech

05.08.2012

Noch 18 Stunden: Mobiles Marslabor landet im Gale-Krater

Nach etwas über 8 Monaten Reisezeit beginnt in genau 18 Stunden die Zitterpartie der viel zitierten „Seven Minutes of Terror“. Morgen früh um 7:10 MESZ beginnt nämlich mit dem Eintritt in die dünne Atmosphäre die Landung des 2-Milliarden-Dollar-Marslabors Curiosity auf dem Roten Planeten. Als Zielpunkt für den Marsrover wurde die zentrale Erhöhung Aeolis Mons im Gale-Krater anvisiert. Ob der mit 16 Kameras(!) und anderen wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattete Rover die neu ausgetüftelte Landemethode mit dem Schwebekran 20 Meter über dem Boden überstanden hat, werden wir aufgrund der Signallaufzeit von 20 Minuten erst gegen halb 8 wissen.

Im NASA-TV kann man wie immer live im JPL in Pasadena dabei sein, mit den ersten Bildern wird jedoch erst 2 Stunden nach der Landung gerechnet.

Weitere zusammenfassende Vorabberichte mit reichlich Infos finden sich hier:

05.08.2012

Wie entstehen die Novae-Spektralklassen?

Seit einer Durchmusterung vor rund 20 Jahren werden Novae aufgrund bestimmter Merkmale in ihren Spektren in zwei Klassen eingeteilt: Mit 85% tritt der He/N-Typ mit markanten Helium- und Stickstofflinien am häufigsten auf, 15% machen die FeII-Novae mit prominenten Eisenlinien aus. Aber worin besteht die Ursache, dass eine Nova als ein bestimmter Spektraltyp sichtbar wird? Haben sie einen gemeinsamen Ursprung oder treten die Spektrallinien in unterschiedlichen Regionen der Trümmerwolke des Weißen Zwerges auf? Mit dieser grundlegenden Frage beschäftigt sich eine neue Studie.

Zusammen mit den sehr seltenen sog. hybriden Novae, die von einem Spektraltyp in einen anderen wechseln, gelangte man zum Schluss, dass alle Eruptionen dieser Art zu Beginn der He/N-Klasse angehören, schließlich kommt es bei der Zündung der Wasserstoffschicht des Weißen Zwergs auch zur Entstehung von Helium und Stickstoff. Die in der Explosion freigewordene energiereiche Strahlung beeinflusst den Partnerstern, der die kleine Sternleiche umkreist, und ein erhöhter Massenverlust wird angeregt.

Durch die Interaktion der sich ausbreitenden Eruptionswolke mit der ausgegehnten Atmosphärenschicht des Begleiters entsteht schließlich die Eisenlinie des FeII-Typ. Bis zu dem Auftauchen dieser Spektrallinie hat sich die Ausdehnungsrate der Nova bereits so weit verringert, dass das Eisen eine geringere Geschwindigkeit als die He/N-Linien anzeigt, was tatsächlich die Beobachtungen wiedergibt. In der neuen Arbeit kommt man somit zum Schluss, dass der Parameter des Massenverhältnisses beider Sterne ausschlaggebend für die Entstehung einer FeII-Nova ist.

05.08.2012


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