Quarknova erklärt sehr helle Supernova?

Seit der Entdeckung leuchtkräftiger Supernovae (SLSN = Super-luminosity Supernova) wie etwa 2005ap und 2006gy, die absolute Helligkeiten von rund -22,0mag erreichten, suchen Astronomen theoretische Ansätze, um diese energiereichen Sternexplosionen zu erklären. Entstehen sie vielleicht sogar durch eine sog. Paarinstabilitäts-Supernova, wobei ein extrem massereicher Stern durch die Bildung von Elektron-Positron-Paaren komplett zerrissen wird? Ein kanadisches Forscherteam hat einen anderen Weg verfolgt und kann mit einem Quarknova-Modell alle acht bisherigen superhellen Supernova-Kandidaten erklären. Bereits 2007 vermuteten sie hinter der SN 2006gy eine Quarknova.

Bei diesem erweiterten Modell ereignet sich einige Tage nach einer normalen Supernova-Explosion eine Quarknova (dsQN = dual-shock Quark Nova), in der der neue Neutronenstern zu einem Quarkstern-Überrest kollabiert. Die bei der zweiten Explosion abgestoßene Materie holt schließlich die Supernova-Schockfront ein, wodurch die Gastemperatur nochmal auf Milliarden Kelvin steigt und so ein zweiter Anstieg in der Lichtkurve beobachtbar ist. Bei den acht untersuchten Sternexplosionen fanden sie Sternmassen von 25 bis 35 Sonnenmassen.

02.07.2012

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