Röntgenflare fegt extrasolare Planetenatmosphäre weg

In einer heute online erschienenen Arbeit (Pressemitteilungen hier und hier) berichten französische Exoplanetenforscher über dramatische Veränderungen in der Atmosphäre des Gasriesen HD 189733b. Durch die mit 7,7mag hohe Helligkeit seiner Heimatsonne gehört dieser Transitplanet zu den am besten untersuchten extrasolaren Planetenwelten.

ESA, NASA, Giovanna Tinetti, Martin Kornmesser

Im Gegensatz zu seinem Bruder HD 209458b zeigte jedoch dieser über 1.000 Kelvin heiße Hot Jupiter bisher keine Anzeichen eines markanten Gasschweifs. Dies änderte sich nun bei Beobachtungen im September 2011. Wenige Stunden vor der geplanten Beobachtung mit dem Hubble Space Telescope wurde mit dem Weltraumteleskop Swift ein sehr starker Röntgenflare registriert, so dass die Sonne HD 189733 im Röntgenlicht fast 4x heller strahlte.

Verglichen mit der Strahlendosis, der unserer Erde bei einem solaren X-Flare ausgesetzt ist, war der Röntgenfluss beim blauen Gasriesen HD 189733b kurzzeitig 3 Millionen Mal stärker. Bei den anschließenden Hubble-Beobachtungen waren direkt die Auswirkungen dieses starken Flares erkennbar, denn anhand der Spektrallinien zeigten sich deutliche Hinweise auf einen durch den Strahlungsausbruch ausgelösten dramatischen Massenverlust.

NASA, ESA, Luís Calçada

28.06.2012

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